From: "N. Strtgen" Date: Sat, 21 Nov 1998 14:01:54 +0100 Subject: *NEW* X-File No. 3141592654 1/1 Langly: Wir versuchen am besten alle moeglichst normal zu tun. Wer immer euch treffen will, soll auf euch zukommen und sich zu erkennen geben. Sie suchen sich also zwei Tische, von denen aus man die ganze Kneipe ueberblicken kann. Sie versuchen so zu tun, als ob sie sich nicht kennen wuerden, was fuer Frohike ein Problem ist. Mulder: Hoffentlich war er oder sie nicht schon vor uns hier und hat uns mit den dreien reinkommen sehen. Scully sieht auf ihre Uhr, die (vorausgesetzt sie ist nicht in irgendein Zeitloch geraten) anzeigt, dass es kurz vor drei ist. Mulder dreht nervoes an seinem Colaglas. Am Nachbarstisch steht ein Mann auf, sieht sich mehrmals auffaellig unauffaellig um, und setzt sich schliesslich zu Mulder und Scully an den Tisch. Mulder und Scully kommt der Kerl irgendwie bekannt vor, sie wissen aber nicht genau woher. Die Lone Gunmen beobachten das ganze vom Nebentisch. Byers: Ist das nicht...? Frohike: Ach du Scheisse! Langly: Gerhard Schroeder! (Man muss an dieser Stelle daran denken, dass sich der Name, wenn ihn ein Ami versucht auszusprechen, noch bekloppter anhoert als er so schon ist.) Die Lone Gunmen beugen sich ueber das Abhoergeraet, mit dem sie mit Hilfe eines Mikros, das an Scullys Kragen befestigt ist, dem Gespraech folgen koennen. (Frohike ist voellig begeistert gewesen, dass Scully nichts gesagt hat, als ausgerechnet er das Mikro da festgeklemmt hat, waehrend Mulder ihn dabei heimlich misstrauisch beobachtet hat, aber von Scully durch einen Jetzt- werd-bloss-nicht-wieder-kindisch-Blick davon abgehalten worden ist einzuschreiten.) Langly: Meinst du der hat sich die Sache mit der Diskette ausgedacht? Frohike: Kann mit eigentlich nicht vorstellen, dass der auf so'ne kreative Idee kommt! Byers: Vielleicht war's ja sein Genosse Oskar, dem trau ich sowas schon eher zu. Oder sein Freund mit dieser gesunden gruenen Hautfarbe, wie heisst er noch? Frohike: Fischer! Langly: Wie kommst du denn auf gruene Hautfarbe? Byers: Die werden doch immer die Gruenen genannt! Warum heissen die denn sonst so? Langly: Oh Gott! Byers! Inzwischen wendet sich Herr Schroeder mit seinem Anliegen an Mulder und Scully. Schroeder: Sind Sie die Agenten Mulder und Scully? Die beiden starren ihn mit offenem Mund an und nicken nur. Schroeder: Es hat sich herumgesprochen, dass Sie an Faellen arbeiten, die mit unerklaerlichen Phaenomenen zu tun haben. Ist das richtig? Erneutes Nicken. Mulder: Und was gibt es so wichtiges, dass Sie uns um diese Uhrzeit und auf diese Weise hierherbestellen? Schroeder: Nunja, es gibt da eine merkwuerdige Sachen bei uns in der Regierung... Mulder: Und die waere... (*denk* nun komm schon endlich raus mit der Sprache, wir haetten auch was besseres vor.) Schroeder: Nunja, das hoert sich aber wirklich ziemlich unglaublich an... Mulder: Sie glauben gar nicht, was wir schon alles gehoert haben. Mulder bestellt sich nach was zu trinken und ein paar Sonnenblumenkerne, da er so das dumpfe Gefuehl hat, dass diese Unterhaltung noch etwas laenger dauern koennte... Schroeder: Ich hab den dringenden Verdacht, dass bei uns irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht! Mulder und Scully *dasgefuehlkennichdenk* Scully: Wann hatten Sie denn den ersten Verdacht? Schroeder: Das erste was mir auffiel war, dass mir in der Zeitung irgendwann die Worte "Koepf Schroeder!" ins Auge fielen! Das ist ein Mordaufruf! Den Rest von dem Artikel konnt ich leider nicht lesen! Die Lone Gunmen haengen immer noch an ihrem Abhoergeraet. Byers: Mein Gott! Eine Morddrohung! Der arme Mann! Frohike: Da hat wohl eher jemand den Namen von Schroeders Alten umgedreht! Die heisst naemlich Schroeder-Koepf! Langly: Woher weisst du denn wie die Frau vom deutschen Bundeskanzler in Spe heisst? Frohike: Hey! Die ist heiss! Sowas merk ich mir doch! Schroeder: Naja und ausserdem hat sich der Vorsitzende von meinem Juniorpartner innerhalb von ein paar Jahren von einem Fettkloss in einen Marathonlaeufer verwandelt! Sowas gibt's doch eigentlich gar nicht! Der ist bestimmt ausgetauscht worden. Scully *wenndersowasschonkomischfindetsolldermalnewocheinunsererhautstecken- denk* Langly: Was weiss der denn schon darueber, was in der deutschen Regierung vor sich geht. Byers: Stimmt! Der hat doch noch weniger Macht als unser Mr. President! Frohike: Und dazu kommt, dass er noch nicht lange im Amt ist. Langly: Hat einer von euch mal darueber nachgedacht, was passieren wuerde, wenn der alte Bundeskanzler von Ausserirdischen entfuehrt wuerde? Natuerlich nur, wenn es welche gaebe. Zuerst wuerde die Erde durch die AEnderung im Gravitationsfeld durch den Verlust Kohls Masse aus der Bahn geraten und dann wuerde das Raumschiff wegen UEberlastung abstuerzen und damit die Erde wieder in eine andere Bahn bringen. Die drei prusten lauthals los und Mulder, Scully und Schroeder drehen sich zu ihnen um. Schroeder: Was sind das denn fuer schraege Voegel? Kennen Sie die etwa? Mulder: AEh... nein, noch nie vorher gesehen... *eingrinsenunterdrueck* Frohike: Scht... seid doch mal ruhig, ich will hoeren, was die da drueben reden... Mulder: Wer soll von wem ausgetauscht worden sein? Das muessen Sie uns naeher erlaeutern... Schroeder: Ich weiss doch auch nicht! Ich meine nur, dass kein Mensch, noch nicht mal so'n Althippy so'ne Veraenderung durchmacht. Ich hab neulich sogar geruechteweise gehoert, dass den mal jemand mit Krawatte gesehen haben will. Das kann er gar nicht selbst gewesen sein! Scully registriert mit Ernuechterung ein begeistertes Blitzen in Mulders Augen, da sich seine Aliens offenbar jetzt schon global zeigen und nicht mehr primaer auf das US-Gebiet beschraenkt sind. Scully: Entschuldigen Sie uns einen Moment Herr Schroeder! *Mulder-in-eine- andere-Ecke-zieh* Was immer du jetzt sagen willst, du solltest nicht vergessen, dass dieser Mann erst vor kurzer Zeit die Wahl gewonnen hat und sich jetzt zu Anfang etwas ueberfordert fuehlt und deshalb ueberall irgendwelche Dinge sieht, fuer die es eine voellig normale Erklaerung gibt! Mulder: Aber Scully! Kommt die das nicht irgendwie bekannt vor? Leute die sich merkwuerdig verhalten, oder gravierende Koerperliche Veraenderungen durchleben. Das haben wir doch alles schon mal gehoert. Wer weiss, vielleicht ist dieser Mann ja ein AEquivalent zu Eddie Van Blundht... Schliesslich hat der doch seine Wurzeln in Holland. Und wie du sicherlich weisst, liesst Holland in der Naehe von Deutschland. Hey, und ausserdem wollte ich schon immer mal nach Deutschland... Du etwa nicht?! Scully: Deutschland!? Naja muss nicht so dringend sein! Ausserdem sind wir Bundesagenten und damit fuer die USA zustaendig! Deutschland ist seit der Wiedervereinigung noch nichtmals mehr von den Amerikanern besetzt. Die Reise genehmigt Skinner nie!!! Milder mit einem Aber-Scully-Blick: Aber waerst du nicht bereit deinen Urlaub zu nehmen - wo du sonst sowieso nicht zu kommst - und dann dorthin zu fahren? Ich hab ausserdem auch noch von einem kleinen Staedtchen gehoert, in dem es zu einigen merkwuerdigen Vorkommnissen gekommen ist. Dort koennten wir dann auch noch mal vorbeischauen, wenn wir den Rest geklaert haben. Und Skinner muss von der ganzen Sache doch nichts erfahren. *achnunkommschonblick* *bittebittelaecheln* Scully *Es-endet-ja-sowieso-wieder-so-wie-du-das-gern-haettest-Blick* Sie gehen zum Tisch zurueck. Schroeder: Kommen Sie mit und helfen mir? Langly: (zu Byers und Frohike) Eigentlich kann uns der Typ doch voellig schnuppe sein, der hat doch letztlich eh keine Macht, auch wenn er das selbst nicht weiss! Scully: Wir wollten sowieso grad nach Europa *Mulder-giftig-anguck* und dann koennen wir uns ja auch mal Ihren ausgetauschten gruenen Joschka ansehen! Schroeder: (erleichtert aufatmend) Da bin ich aber froh. Endlich mal eine Bundesbehoerde, auf die man sich verlassen kann. Wie lange brauchen Sie denn so fuer Ihre Vorbereitungen? Mulder: Nunja, wir muessen das zuerst mit unserem Vorgesetzten abklaeren, aber ich denke, wir koennten uebermorgen abreisen. Schroeder: Sehr schoen. Ich werde alles fuer den Flug und die Unterbringung vorbereiten... Mulder: Wir haben da allerdings noch eine kleine Bitte... Fuer eine solche Auslandsunternehmung benoetigen wir die Unterstuetzung unserer drei Helfern... Die muessten dann auch untergebracht werden. Schroeder: Das ist... ungewoehnlich. Aber das sollte machbar sein - ich bin froh, dass Sie mir ueberhaupt helfen! Frohike, Langly und Byers schauen sich ueberrascht an... Langly: Hey, endlich haben die auch mal an uns gedacht...! Skinner wundert sich zwar ueber die Eilurlaubsantraege, fuehrt das Ganze aber auf Mulder und Scullys Beduerfnis zurueck zusammen Urlaub zu machen, nachdem sie jetzt endlich mal zu Potte gekommen sind, nachdem sie fuenf Jahre umeinander rumgeschlichen sind. Jedenfalls finden sich Mulder, Scully, Langly, Frohike und Byers zum Abflugtermin am Flughafen ein. (Herr Schroeder ist schon eher nach Hause geflogen.) Da sie so knapp gebucht haben, haben sie keine fuenf Plaetze nebeneinander gekriegt, Nur zwei sind nebeneinander und da die Tante am Ticketschalter auf keine Sonderwuensche eingeht, kriegen die ausgerechnet Frohike und Scully. Scully wirft Mulder einen Rette-mich-und- versuch-die-Plaetze-zu-tauschen-Blick zu. Mulder: Sag mal Frohike, hast du nicht noch was mit Langly und Byers zu besprechen? *winkmitdemzaunpfahl* Frohike: (trotzig) Nein! Ich wuesste nicht was! Mulder nimmt Frohike beiseite. Mulder: (streng) Jetzt hoer mir mal gut zu, Frohike. Du hattest bei Dana nie eine Chance und du wirst auch nie eine haben! Also, warum versuchst du es ueberhaupt? Nein, lass mich ausreden! Also, du setzt dich jetzt sofort zu deinen Freunden, oder ich koennte etwas ungemuetlich werden. (Er hebt seine Jacke an, so dass Frohike seine Waffe sehen kann.) Ich hoffe, wir verstehen uns, oder?! Frohike will etwas sagen, besinnt sich aber eines besseren, da er einsieht, dass er gegen Mulder keine Chance hat. Frohike: (kleinlaut) Okay. Er zieht ab und Mulder geht mit einem Siegerlaecheln zu Scully zurueck. Scully: Die Sache mit der Waffe war ja wohl ueberfluessig. Aber er wird's akzeptieren muessen. Mulder und Scully kriegen ihre Ballermaenner wegen ihrer FBI-Ausweise ohne Schwierigkeiten durch die Kontrolle. Bei den Lone Gunmen faengt der Metalldetektor wie wild an zu piepsen und die Sicherheitsfritzen foerdern eine seltsame Elektrosache aus ihren Taschen zu Tage. SF: Was soll das denn sein? Langly: Das ist ein... aeh... wie erklaer ich das jetzt am besten... Byers: Das sind unsere MRTVEs! SF: Ihre WAS??? Byers: Unsere Mini Radio TV-Empfaenger! Sehen Sie, hier ist der Bildschirm, das hier ist die Antenne und das ist der Tuner... Natuerlich ist an dem Ding nichts als das zu erkennen, was es eigentlich sein soll... Der SF will natuerlich nicht als totaler Depp dastehen... SF: Ach so, natuerlich, klar. Sie koennen passieren... Kurze Zeit spaeter... Mulder: Nun man ehrlich! Was soll das sein? (Er richtet sich an Langly und Byers. Mit Frohike ist er ja nicht gerade rosig...) Langly: An sich das, was Byers gesagt hat, nur dass man mit den Dingern auch Telefongespraeche abhoeren kann, indem man hier die entsprechende Nummer eingibt und man zwei von den Dingern als Abhoergeraet bzw. Empfaenger benutzen kann. Mulder: Oh... wie praktisch... aber ist das nicht illegal? Byers: Seit wann interessiert dich das denn? Mulder: Normalerweise interessiert mich das gar nicht, aber wir fliegen in ein Land, in dem wir rechtlich gesehen keine Befugnisse haben wie hier und deshalb etwas aufpassen muessen, wie wir uns verhalten. Und Skinner kann uns auch nicht zur Not aus der Patsche helfen, da der gar nicht weiss, wo wir hin sind. (Er guckt auf die Uhr) Oh Shit! Wir muessen uns beeilen, sonst fliegt der Flieger ohne uns! Da Herr Schroeder einen Nachtflug organisiert hat, schlaeft das ganze Flugzeug nach kurzer Zeit. Mit wenigen Ausnahmen: alle Leute die in der Naehe von Langly sitzen, da dieser uebelst laut schnarcht und Frohike, der von seinem Platz aus einen sehr guten Blick auf Mulder und Scully hat, die es sich sehr platzsparend bequem gemacht haben und versonnen laechelnd den Flug verschlafen. Da es dabei relativ wenig zu beobachten gibt, ausser ein paar gelegentlichen wohligen Seufzern der beiden oder aehnlichem, holt Frohike seinen MRTVE raus und beginnt den Flugverkehr zwischen dem Flugzeug und dem Festland abzuhoeren. Und was er da hoert beunruhigt ihn einigermassen... Funkverkehr: Flug 549 an Bodenkontrolle! Flug 549 an Bodenkontrolle! Wir haben ein Problem. Flugobjekt auf Abfangkurs! Ich wiederhole: Flugobjekt auf Abfangkurs! Frohike ist schockiert. Er will schon entsetzt aufschreien, als er erkennt, welche Frequenz er eingestellt hat: Irgend so ein Radiosender, der gerade ein Hoerspiel bringt... Frohike: Scheiss Technik! Frohike ist jetzt wirklich ziemlich am Ende. Sein Geraet verarscht ihn, einer seiner besten Freunde schnappt ihm seine Angebetete weg... er guckt deprimiert aus dem Fenster, wo sich der Atlantik ausbreitet und faengt an zu ueberlegen, ob man bei 'nem Flugzeug eigentlich rausspringen kann, was ihm als eine sehr originelle Suizidmethode erscheint. Aber vorher beschliesst er noch ein bisschen zu schlafen, weil muede Selbstmord begehen ist ja weiss Gott kein Vergnuegen. Er wirft Scully, die gerade kurz wach geworden ist und jetzt Mulder durch die Haare wuschelt, was diesen dazu bringt im Schlaf noch ein wenig versonnener zu laecheln, noch einen kurzen sehnsuechtigen Blick zu und versinkt im Tiefschlag aus dem er erst wieder erwacht, als das Flugzeug landet und Frohike seine Chance auf einen spektakulaeren Abgang zunaechst mal vertan hat. Sie steigen also aus, Mulder und Scully Arm in Arm, und kuemmern sich erstmal um ihr Gepaeck. Mulder: Sag mal, Dana, ist das nicht der Flughafen, der vor gar nicht so langer Zeit gebrannt hat? Er erntet von Scully einen boesen Blick. Mulder: Hey, ich hab nicht gesagt, dass ich glaube, dass das irgendwelche Ausserirdischen waren! Natuerlich muessen sie noch mal durch eine Gepaeckkontrolle und dem Sicherheitsfritzen faellt etwas in Mulders Tasche auf. SF: Was soll das denn darstellen? Er deutet auf etwas, das wie ein Einmachglas aussieht, in dem sich etwas bewegt. Mulder: Ach das... das sind Verbal und Keyser, meine Fische. Scully guckt ihn verwirrt an. Mulder: Ich kann die doch nicht alleine zu Hause lassen. Wer soll die denn fuettern? Ausser uns beiden hat doch keiner einen Schluessel zu meiner Wohnung... Scully: Die armen Viecher, da wir laenger hier bleiben lohnt sich das ja wohl denen 'ne groessere Behausung zu kaufen! Du kannst die nicht die ganze Zeit in diesem Glas lassen! Mulder: Was denn? Ich kann doch schlecht mit 'nem Aquarium unterm Arm rumlaufen! Ausserdem ist das doch ein grosses Einmachglas. Und fuer soo lange ist es ja auch nicht... es sei denn, die "Ermittlungen" erweisen sich als schwieriger als wir annehmen... Scully: Jetzt mal im Ernst: glaubst du wirklich, dass dieser Joschka Fischer nicht der Joschka Fischer ist, der er urspruenglich war? Und wenn du jetzt ja sagst *Was-du-natuerlich-tun-wirst-aber-man-soll-die-Hoffnung-dass-du-doch- noch-zur-Vernunft-kommst-ja-nie-aufgeben-Blick* dann erklaer mir bitte wie und warum sich das abgespielt hat! Mulder: Mmpfft... Sagen wir mal so, ich bin fuer alle Theorien offen... und wenn es, natuerlich nur hypothetisch gesehen, hier in Good old Germany auch eine Verschwoerung gibt, waere es doch durchaus moeglich, dass er ein Hybrid ist und irgendwas in der Regierung veraendern soll - so unauffaellig wie moeglich, wenn man von den Marathonlaeufen mal absieht. Scully seufzt. Sie gehen zu den Lone Gunmen zurueck. Um das ganze moeglichst unauffaellig zu halten, haben Mulder und Scully mit Schroeder abgesprochen, dass sie nicht abgeholt werden, sondern sich einen Mietwagen nehmen. Da stehen sie allerdings vor einem kleinen Problem. Mulder sitzt auf dem Fahrersitz, Scully neben ihm, die Lone Gunmen auf dem Ruecksitz. Mulder betrachtet ein wenig hilflos die drei Pedale zu seinen Fuessen, da in Amiland alle Automatik fahren und Mulder waehrend seiner Studienzeit in England kein Auto gehabt hat und somit nie gefahren ist. Mulder: Hat einer von euch vielleicht 'ne Idee, wie man das jetzt genau macht? Schweigen im Walde... Mulder: Na super!!! Dann versuch ich das jetzt einfach mal. Aber schnallt euch besser gut an! Nach relativ kurzer Zeit, aber dennoch vielen skeptischen Blicken der anderen Leute auf dem Flughafenparkplatz, hat Mulder herausgefunden: links Kupplung, Mitte Bremse, rechts Gas! Mulder: So weit, so gut. Aber wofuer ist diese sogenannte Kupplung nun gut? Langly: Um irgendwie das Getriebe so zu schalten, dass man schalten kann. Mulder nimmt das zur Kenntnis und ruckelt ueber den Parkplatz... Mulder tritt auf's Gas, der Motor heult auf, aber immerhin faehrt der Karren! Langly: Du musst jetzt in den Zweiten Schalten, Mann! Da der Motor aber so laut ist, versteht Mulder ihn nicht und interpretiert dieses Geplaerr vom Ruecksitz als Warnschrei und latscht auf die Bremse, natuerlich ohne die Kupplung zu treten. Der Wagen kackt ab. Frohike: *Ich-kann's-besser-dir-wird-ich's-zeigen-Blick* Lass mich mal! Ich mach das! Er steigt hinten aus und oeffnet die Fahrertuer und sieht Mulder herausfordernd an. Da Mulder ja kein ganz so fieser Typ ist, steigt er aus und laesst Frohike sein Glueck versuchen, aber nur mit einem Glaub-ja-nicht-dass-du-dadurch- Chancen-bei-Scully-haettest-Blick. Er steigt hinten ein, schnallt sich gut an und beobachtet Frohike bei seinen Bemuehungen den Wagen zu bedienen und Scully dabei heldenhafte Blick zuzuwerfen, die diese allerdings ignoriert, sondern statt dessen per Sonnenblendenspiegel Mulder zulaechelt. Frohike waere als Elektriker und somit wohl mehr als Mulder praktisch veranlagter Mensch, wohl eher in der Lage Schaltwagen zu fahren, aber dieses Mulder- Scully-Geflirte lenkt ihn dann doch etwas ab und so ist sein Versuch nicht viel erfolgreicher als Mulders. Langly: FROHIKE! STOP! Jetzt reicht's mir aber! Los! Steig aus! Ich werd fahren! (Da wir ueber die Vergangenheit der Lone Gunmen nicht viel wissen, hab ich jetzt mal beschlossen, dass Langly mal in Europa war und Schaltwagen fahren kann.) Langly springt aus dem Auto und reisst die Fahrertuer auf. Langly: Los! Aussteigen! Zwar haben wir jetzt jemanden am Steuer sitzen, der fahren kann, aber dafuer sitzen Mulder und Frohike jetzt nebeneinander hinten im Auto. Langly: Okay! Da das jetzt geklaert ist - zeig mir mal die Wegbeschreibung, die uns Schroeder gefaxt hat. Scully gibt ihm das Fax. Langly: Ah ja! Sehr schoen - Erst mal auf die A 46 Richtung Neuss. Endlich koennen sie das Flughafengelaende verlassen. Doch Mulder und Frohike giften sich jetzt die ganze Fahrt ueber an. Sie fahren also in die Abenddaemmerung (Zeitverschiebung nicht vergessen) und bemerken nicht die Limousine, die im Schatten des Parkplatzes parkte. In ihren Inneren sitzen zwei Personen, von denen sich eine - die genervtere von beiden - erst mal eine Kippe anzuendet. Krycek: Warum bringen wir sie nicht einfach um, wenn sie so gefaehrlich fuer uns sind? Raucher: Bring sie um und wir riskieren, dass aus der Mythologie eines Einzelnen ein ganzer Kreuzzug wird. Sie rollen langsam vom Parkplatz und hinter dem Mietwagen der anderen her. Zurueck bei Mulder, Scully, Frohike, Langly und Byers... Langly: Shit! Ich glaub, wir haben uns verfranzt... Mulder: Die haben aber auch 'ne bloede Beschilderung! Also fahren sie auf den naechsten Rastplatz, der zufaelliger Weise gerade kommt und versuchen rauszukriegen, wie sie jetzt fahren muessen... Krycek hat ein bisschen gepennt und nicht mitgekriegt, dass das Auto, das er verfolgen soll gar nicht mehr da ist. Er braust jedenfalls weiter und erst als er sich schon hoffnungslos im beruechtigten Koelner Autobahn Gewusel verfangen hat faellt dem Raucher auf, dass da wohl was schief gelaufen ist. Krycek: Ups! Raucher: Sie sind eine Flasche! Scully, Mulder und die Lone Gunmen haben sich inzwischen auf einen Weg geeinigt und naehern sich Bonn. Frohike: (zu Mulder) Nu mach dich nicht so breit! Ich hab hier gar keinen Platz! Er versucht sich bequemer hinzusetzen, indem er hin und her rutscht und dabei (ganz aus Versehen natuerlich!) rammt er Mulder mit ziemlicher Macht den Ellenbogen in die Magengegend. Frohike: (leicht sarkastischer Unterton) Oh! Tschuldige! Mulder: Chrmpff... (so macht man, wenn einem einer was in den Magen rammt) *roechel* *schmerzverzerrtesgesichtmach* Hoer mal... *japs* Was zum Geier sollte das denn schon wieder...? *kroech* Scully wirft ihm einen mitfuehlenden Blick zu als Mulder sich noch kruemmt. Das haette er Frohike nun wirklich nicht zugetraut... Scully: Wo bin ich hier eigentlich!? Langly haelt auf dem Standstreifen an. Langly: Ihr setzt euch da hinten jetzt sofort um. Sonst fahr ich nicht weiter! Los Byers, du gehst in die Mitte! Byers: Bist du irre! Ich bin doch nicht lebensmuede! Mulder: Ich hab doch gar nichts gemacht! Ich sitz hier nur! Geh du doch nach vorne, Frohike! Da hast du ja dann wohl genug Platz! *boeseanguck* Scully findet diese Frohike-Straf-Aktion zwar auch wieder etwas albern, aber da Mulder immer noch etwas leidend aussieht und ihr fuer dieses Problem dann auch wieder keine andere Loesung einfaellt, steigt sie vorne aus, oeffnet hinten sie Tuer (woraufhin ihr Frohike fast entgegenfliegt, weil Mulder ihn grad in diesem Moment schubst) und tauscht also mit Frohike den Platz. Scully: Bevor wir gar nicht ankommen! Byers: Wenn wir jetzt noch mal Baeumchen-Baeumchen-verwechsel-dich spielen, schrei ich! Nachdem Scully neben ihn Platz genommen hat, lehnt Mulder sich zu ihr rueber. Mulder: (fluestert ihr ins Ohr) Danke! Das geriet langsam wirklich aus den Fugen. Er drueckt ihr einen Schmatzer auf die Wange und nimmt sie in den Arm. Das ganze wird von Frohike muerrisch beobachtet, waehrend Langly sich durch den Autobahndschungel quaelt... Nun ist es ja trotz allem so, dass sich die fuenf Insassen dieses Autos an sich doch ganz gut leiden koennen. (Sogar Mulder und Frohike sind ja auch weiterhin Freunde) Den anderen Vieren tut Frohike deshalb auch eigentlich schon ziemlich leid. Um ihn davon abzulenken Mulder und Scully weiterhin in seinem Spionagespiegel zu beobachten (was diese an sich nicht stoert, da sie es nicht mitkriegen, aber Frohike sichtlich dazu bringt noch mehr zu leiden), beauftragt Langly ihn, wie es sich das fuer einen guten Beifahrer gehoert, Karten zu lesen und Weglotze zu spielen. Zur allgemeinen Erleichterung geht Frohike darauf ein und kriegt so von der hinter ihm stattfindenden Unterhaltung nichts mit, da diese insgesamt auch in einem sehr leisen Tonfall gefuehrt wird. Scully: Muss man zwischen euch beiden jetzt immer UN-Friedenstruppen aufstellen, damit ihr euch nicht totschlagt oder wie kann ich das verstehen? Mulder: Ich hab doch diesmal wirklich gar nichts gemacht. Wenn ich dich nur angucke kann man ja wohl kaum davon reden, dass ich ihn provoziert haette! Byers: Er erwartet wahrscheinlich, dass ihr euch ab jetzt ignoriert, und wir alle mit vereinten Kraeften versuchen, ihn mit Scully zu verkuppeln. Aber zu dieser Loesung des Problems wuerdet ihr euch wahrscheinlich nicht bereit erklaeren? Scully: Na, ich danke! Mulder: Untersteh dich! Er zieht Scully naeher an sich, um zu demonstrieren, dass Byers sich derartige Vorschlaege irgendwohin stecken kann, egal wie gern sie Frohike helfen wollen. Mulder: Am besten sind wir einfach alle mal besonders nett zu ihm, dann kommt er wohl am schnellsten darueber weg. *Scullyinsorfluester* Aber du bist bitte nicht zu nett, sonst macht er sich womoeglich wieder irgendwelche Hoffnungen. Langly faehrt auf 'nen Rastplatz zum Tanken, und da gibt Mulder Frohike dann tatsaechlich 'n Eis am Stiel aus. Waehrend Scully, Mulder, Frohike und Byers auf Langly warten, versucht Scully sich dann auch nett unverfaenglich mit Frohike zu unterhalten und dabei seine schmachtenden Blicke zu ignorieren (was nicht grad leicht ist). Obwohl er immer noch ein bisschen sauer auf Mulder ist, nimmt Frohike sich jedenfalls vor, sich trotz seines Liebeskummers ab jetzt etwas zusammen zu reissen. (Primaer deshalb, weil er den Eindruck hat, dass er sich damit auch vor Scully etwas zum Affen gemacht hat.) Als Mulder dann allerdings auf der Weiterfahrt vorne sitzt (weil er sich hinten etwas zusammengefaltet gefuehlt hat) und Frohike (sehr zu Mulders Missfallen) neben Scully landet (die auch nicht besonders begeistert aussieht), muss Frohike sich doch sehr zusammenreissen, um nicht doch einen Annaeherungsversuch zu starten. Und nur Byers "Ich warne euch; ich schrei wirklich!" ist es zu verdanken, dass Langly, ob der Ich-warne-dich- bzw. Ach- ja-wovor-denn-Blicke die per Sonnenblendenspiegel hin und her fliegen, nicht schon wieder rechts ranfaehrt. (Um Verbal und Keyser nicht ganz zu vergessen, moechte ich hier erwaehnen, dass die mit den Nerven ziemlich runter sind: erst benimmt sich ihr Herrchen seit einigen Tagen so seltsam (guckt zum Beispiel viel weniger Videos und wenn, dann jedesmal mit sichtbar schlechtem Gewissen, und solche Ungewoehnlichkeiten koennen simple Goldfische schon ziemlich aus der Bahn werfen), das ganze, nachdem sie einen ganzen Tag haben fasten muessen, obwohl weder Fastenzeit, Rammadan, noch Versoehnungstag ist, dann sind sie noch in ein Einmachglas verfrachtet worden, obwohl sie doch so an ihr schoenes Aquarium gewoehnt sind, haben eine ziemliche Luftdruckveraenderung waehrend des Fluges ueber sich ergehen lassen muessen und jetzt ist ihnen immer noch ganz anders von der Huepferei waehrend Mulders und Frohikes Anfahrversuchen. Verbal: Oh Mann, is mir schlecht! Keyser: Und mir erst! Verbal: Koennen Fische eigentlich kotzen? Keyser: Keine Ahnung, aber ich bin fuer nein, das ist im Wasser naemlich bestimmt ziemlich ekelig! Verbal: Und wenn doch? Keyser: Dann laesst du das trotzdem! Sonst gibt's AErger! Wer kotzt fliegt raus! Verbal: Hihi! Fliegende Fische! (An dieser Stelle sei ebenfalls gesagt, dass Goldfische manchmal 'ne ziemlich seltsame Art von Humor haben.)) Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt haben sie endlich ihr Ziel erreicht - nach ca. 1 1/2 h fuer eine Strecke, fuer die man eigentlich nur eine 3/4 h braucht, aber wenn man die Streitereien und die Verfahrzeit mit einrechnet, dann passt das. Sie parken also an ihrem schoenen Hotel am Rhein in der Naehe vom Bundestag. Da es nun schon wieder Abend ist, checken sie ein und beziehen erst mal ihre Zimmer. Zufaelliger Weise haben die Einzelzimmer von Mulder und Scully eine Verbindungstuer, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist und somit von den Lone Gunmen nicht gesehen wird, was auch wieder zur Entspannung der Lage fuehrt. Sie hocken jetzt alle auf ihren Zimmern, bis auf Mulder und Scully, die sitzen zusammen bei Mulder. Mulder hat vorher noch seine Fische aus dem Einmachglas ins Waschbecken verfrachtet, damit die sich ein wenig besser fuehlen. Es muss ja an alle gedacht werden... Verbal: Muessten die nicht eigentlich jetzt 'ne Lagebesprechung starten? Keyser: Die beiden haben was anderes zu tun, ich hab's dir doch gesagt! Das haben sie in der Tat, aber da selbst die sonst bei Mulder immer anwesenden Fische jetzt mal in 'nem anderen Zimmer weilen, sollten selbst Drehbuchautoren hier eine gewisse Diskretion walten lassen. Wenden wir uns also den Lone Gunmen zu. Byers und Langly sind jedenfalls zu Frohike ruebergegangen, um diesen davon abzuhalten, darueber nachzudenken, was Mulder und Scully wohl gerade machen. Langly: Eigentlich sind wir ja hier um zu arbeiten. Also sollten wir mal ueber diesen Fall nachdenken! Frohike: Gibt andere die das grad wohl nicht tun. *bedroeppeltguck* Byers: *mitleidigguck* Langly: *Byerseinensagwaswasihnablenktblichzuwerf* Byers: Was in Gottes Namen hat z.B. der Dexter Browning jetzt mit der ganzen Sache zu tun? Langly: Das ist eine verdammt gute Frage! Frohike: Was waere denn, wenn er ein Verbindungsmann zwischen unserem Syndikat und dem Gegenstueck hier in Deutschland ist? Byers: Und warum sollte er dann umgebracht werden? Frohike: Vielleicht wollte er die Seite wechseln... Langly: Das wuerde jedenfalls erklaeren, warum jemand seinen Computer in die Luft jagt... Byers: Was wir morgen als erstes mit Schroeder abklaeren muessen ist also erstens: ob er den Namen Dexter Browning schon mal gehoert hat, zweitens: wie er Mulder und Scully die Diskette hat zukommen lassen und wer die auf diese komische Art programmiert hat und dann kann er uns auch noch erklaeren, wie eine durchgedrueckte Adresse von Dexter Browning auf den Umschlag von Mulder und Scully kommt. Langly: Diese Ermittlungen leiten immer noch Mulder und Scully. *SeitenblickaufFrohike* Ohne die koennen wir uns eigentlich gar nichts vornehmen. Byers: Da vergisst du aber eine Kleinigkeit. Wir sind hier nicht in den Staaten. Rein rechtlich gesehen sind Mulder und Scully hier genauso gut nur Touristen wie wir auch. Langly: Aber Schroeder hat doch die beiden um Hilfe gebeten... Byers: Und die beiden haben uns um Hilfe gebeten... Langly: Aber auch nur, weil sie unsere Hilfe bei den technischen Angelegenheiten brauchen... Frohike: Aber sie brauchen trotzdem unsere Hilfe... Langly und Byers werfen sich selbst erstaunte Blicke zu und dann Frohike, da sie ueberrascht sind, dass dieser Mulder und Scully in Schutz nimmt. Scully ja, aber Mulder???! Frohike: Wir sind mitgekommen, um bei diesen inoffiziellen Ermittlungen zu helfen. Aber wie wir das ganze angehen das muessen wir wohl mit Mulder und Scully absprechen. Erstens haben die mehr Erfahrung und ausserdem hat Schroeder sich an die gewandt und nicht an uns. Byers: Nein, Frohike! Langly: Vergiss es! Wir gehen jetzt nicht rueber um Mulder und Scully zu dieser Besprechung dazuzuholen! Das lasen wir schoen bleiben! Frohike ist etwas peinlich beruehrt, dass er so gut zu durchschauen war. Frohike ueberlegt, wie er die Situation noch retten kann... Frohike: AEhm... was ich eigentlich meinte, ist, dass wir das Morgen beim Fruehstueck besprechen koennen. Langly: Ja! Natuerlich! Frohike: Jetzt fangt ihr nicht auch noch an auf mir rumzumachen. Byers: Frohike, du bist unser Freund und als dein Freund sag ich dir: Lass endlich von Scully ab! Die Frau ist 'ne Nummer zu gross fuer dich und ausserdem mittlerweile schon vergeben. Frohike ist etwas enttaeuscht, dass die beiden nicht zu ihm halten und steht auf. Frohike: Bis zum Fruehstueck dann. Gute Nacht! Er geht... Langly und Byers gucken sich verwirrt an... Langly: Es gibt jetzt zwei Moeglichkeiten. Entweder geht er jetzt alleine spazieren oder auf sein Zimmer und ist deprimiert oder er geht rueber zu Scully und Mulder und macht wieder AErger! Beides Sachen, die wir verhindern sollten! Byers und Langly stuerzen hinter Frohike her, holen ihn im Flur ein und ziehen ihn wieder ins Zimmer. Byers: Frohike, ich kann mir ja vorstellen, wie es dir jetzt geht, aber... Frohike: Ach, du kannst dir vorstellen, wie es mir geht!? Langly: Hast du dir denn allen Ernstes Hoffnungen gemacht? Wir wussten doch eigentlich schon lange, dass Mulder und Scully fuereinander die ganze Zeit mehr waren als Partner. Das kann doch auch fuer diech nicht allzu ueberraschen gekommen sein. Frohike: Ja, ach ich weiss auch nicht! Ich weiss ja auch, dass Scully sich gar nicht fuer mich interessiert und ich will's Mulder auch nicht verderben, aber wenn ich die beiden so seh... *fastheul* Ich muss mich wohl... Langly und Byers: Damit abfinden! Weise Erkenntnis! Frohike: *sehnsuechtigerblickinrichtugscullyszimmertuer* Auch wenn's schwer faellt. Um Frohike moeglichst dazu zu bringen bei dieser Einstellung zu bleiben, erscheint es Langly und Byers am Sinnvollsten, wenn er an diesem Abend nicht mehr dazu kommt ueber Scully nachzudenken. Langly: Hey Jungs! Lasst uns doch mal das Bonner Nachtleben auskundschaften! Deutsches Bier hat doch'n ziemlich guten Ruf! Da sollte man doch wissen ob der gerechtfertigt ist! (Man sollte auch bedenken, dass sie alle drei dank des durchpennten Fluges einen ziemlichen Schlafvorschuss haben.) Sie machen sich also auf den Weg. Gerade rechtzeitig. Waeren sie naemlich zwei Minuten spaeter gegangen, waeren sie im Flur auf Mulder getroffen, der gerade mit 'ner Flasche Champus wieder in seinem Zimmer verschwindet; das haette bei Frohike womoeglich wieder zu 'ner Kurzschlussreaktion gefuehrt, und dann... Ach egal! Sie sind ja nicht zwei Minuten spaeter gegangen. Und befinden sich jetzt also auf der Suche nach 'ner anstaendigen Kneipe. Das Trio wandert also am Rhein entlang bis sie eine Kneipe gefunden haben, die ihnen gefaellt. Sie gehen rein und pflanzen sich an einen Tisch, wobei sie von den anderen Gaesten misstrauisch beobachtet werden. Byers: Ich fuehle mich beobachtet! Langly: Ich mich auch! Frohike: Vielleicht finden die unsere Aufmachung nicht ganz passend.. Diesmal koennte Frohike sogar recht haben. Selbst fuer eine "Weltstadt" wie Bonn ist es ungewoehnlich, wenn drei Typen zusammen reinkommen, die von der aeusserlichen Erscheinung her ueberhaupt nicht zusammenpassen: Einer im Anzug, einer wie'n Althippie und einer, den man gar nicht genau definieren kann. Langly bestellt erstmal ne Runde Pils. Wobei er die Bestellung dreimal wiederholen mute, da die Kellnerin ihn wegen dem amerikanischen Akzent nicht richtig verstehen kann. Frohike: Mann! Ist die heiss! Langly und Byers wollen grad anfangen zu stoehnen, besinnen sich aber rechtzeitig und sind ziemlich erleichtert, dass Frohike langsam auf andere Gedanken kommt. Der Abend nimmt seinen ethanolreichen Verlauf. Gegen 10.30 pm faengt Byers an lautstark nicht jugendfreie Witze zu erzaehlen, ueber die sich Langly und Frohike totprusten. Waeren sie noch so klar darueber nachzudenken waeren sich wahrscheinlich erleichtert, dass ihr amerikanisches Gelalle von ihrer Umgebung nicht verstanden wird, aber allein das Rumgebruelle und Frohikes Kommentare in Richtung Kellnerin (die diese allerdings auch nicht versteht) reichen schon, um seltsame Blick auf sich zu ziehen. Langly: *kicher* Byers, ich glaub, du solltest mal auf was antialkoholisches umsteigen. *lach* Byers: *lall* Warum denn? Ich bin doch nur gut drauf! Frohike: Etwas mehr als nur gut drauf. Hatte ich das doch noch richtig in Erinnerung, dass du nichts vertraegst. Und dann das deutsche Bier... Da die ganze Situation langsam beginnt extrem peinlich zu werden, beschliessen Frohike und Langly, dass es jetzt an der Zeit sei, diese Lokalitaet zu verlassen. Also zahlen sie und schleppen Byers auf die Strasse, wo sie beschliessen ein wenig am Rhein spazieren zu gehen, damit Byers mal ein wenig klarer wird. Ganz nebenbei fuehrt das Ganze dazu, dass Frohike, jedenfalls fuer einen gewissen Zeitraum, ganz vergisst ueber Mulder und Scully nachzudenken... Byers: Hey kann man da drin schwimmen? (Man bedenke es ist Winter.) Langly: Coole Idee! Frohike: Juhu! Und er springt! Langly: (verwirrt) Das war ein Scherz! Das Wasser ist doch viel zu kalt! Wie kriegen wir den denn jetzt aus dem Wasser raus? Byers: Hinterher springen!? Langly: Wir sind besoffen Byers! Das ist keine gute Idee! Frohike treibt munter weiter ab. Byers: Mulder anrufen? Um Hilfe schreien? Notruf? Hans Meiser? *bruellt* HILFE!!! MANN UEBER BORD!!! Langly entdeckt am Rheinufer einen Rettungsring. Langly: Hey guck mal! Er stoesst Byers an, eigentlich nur um ihn darauf aufmerksam zu machen, schubst aber wohl zu feste und Byers macht ebenfalls platsch. (An der Stelle ist das Gelaender kaputt.) Nun treiben mittlerweile zwei der drei Lone Gunmen im Rhein und Langly steht ziemlich ratlos am Ufer und guckt bescheuert. Dann schnappt er sich den Rettungsring und wirft ihn Byers zu, da er momentan am naechsten ist. Dieser bekommt ihn tatsaechlich zu fassen. Frohike hat es irgendwie geschafft sich eine Boje zu angeln und sitzt nun mehr oder weniger auf dem Trockenen, allerdings ca. 40 Meter von Ufer entfernt. Langly versucht schreienderweise Byers zu bedeuten ans Ufer zu paddeln. Frohike an seiner Boje fuehlte sich auch nicht mehr ganz so wohl und faengt auch an zu schreien. Das ganze Geplaerr hat inzwischen die Anwohner dazu gereizt, ersten sich ans Fenster zu haengen und zweitens die Bullerei zu rufen, die jetzt auch schon anrueckt. Bulle 1: Was zum Teufel ist denn hier los? Langly: (englisch-deutsch-kauderwelsch) Meine Freunde sind in den Fluss gefallen! Bulle 1 bemueht sich ihn zu verstehen. Langly: Einer haengt da an der Boje und der andere treibt da hinten mit 'nem Rettungsring. Bulle 2 zu Bulle 1: Das ist ein besoffener Amerikaner! Bulle 1 zu Bulle 2: Und da sind noch zwei vermutlich besoffene vermutlich Amerikaner! (Die sind nicht allzu helle, wie Bullen das so an sich haben.) Bulle 2: Die haben das Gelaender kaputt gemacht! Langly: Das war schon! Bulle 1: (Langly ignorierend) Und haben ruhestoerenden Laerm gemacht! Bulle 2: Lass uns sie mitnehmen! Langly: Aber wir haben doch gar nichts gemacht! Die beiden ignorieren ihn weiter! Sie machen sich daran Byers und Frohike aus dem Fluss zu bergen. Dazu informieren sie die Wasserschutzpolizei, die die beiden dann aus dem Wasser fischt und an Land bringt. Die beiden sind natuerlich am zetern und am groelen, was den Eindruck auf die Bullen natuerlich auch nicht gerade verbessert. Sie werden also kurzerhand in den Streifenwagen verfrachtet und aufs Revier gebracht. Frohike: *schneuz* Bor ey! Guck mal! 'n deutscher Streifenwagen! Toll! Die drei kommen erst mal in die Ausnuechterungszelle, wo sie sich erstmal lautstark streiten. Byers: Da siehst du mal, was du uns wieder eingebrockt hast, Frohike! Frohike: Wieso ich? Du bist doch hinterhergesprungen! Byers: Stimmt doch gar nicht! Langly hat mich geschubst! Langly: Klar! Schiebt die Schuld ruhig auf mich! Ich bin immer Schuld! Frohike: Ach hoer doch auf! Sonst habt ihr mir immer die Schuld zugeschoben! Byers: Das stimmt doch gar nicht! Wir haben dich immer nur bemitleidet! Frohike: Bemitleidet? Mich? Wieso das denn? Bin ich denn bemitleidenswert? Langly: Beizeiten sogar sehr! Frohike: Wieso? Byers: Ich sag nur ein Wort: Scully! Das war ein maechtig grosser Fehler von Byers, denn jetzt flippt Frohike erst recht aus! Frohike: Ihr seid genauso blau wie ich! Und das hat absolut nichts mit Scully zu tun, wenn ich jetzt sage, dass wir wohl die groesste Chance haben hier rauszukommen, wenn wir die beiden anrufen und sie bitten, diesen beiden Sesselfurzern ein bisschen einzuheizen. Gesagt, getan. Langly: Hey! Wache! Wir wollen telefonieren! Ein Typ kommt angeschlurft... ziemlich genervt. Wache: Was? Langly: Telefonieren! Wir haben das Recht auf einen Telefonanruf! Wache: Na gut... aber es kommt nur einer von euch Voegeln mit. Die drei gucken sich an und beschliessen, dass Langly geht, da Byers der besoffenste ist und Frohike... naja, ist schon klar warum. Die Wache oeffnet die Zelle und Langly geht raus. Wache: Kommen Sie mit, aber keine Dummheiten! Langly: Nein, ich will nur telefonieren! Langly geht zum Telefon und waehlt Mulders Handynummer. Nach eindeutig zu vielen Klingelzeichen, was bedeutet, dass er beschaeftigt ist, geht er ran. Mulder: (genervt) Mulder!? Langly: Haeh! Hmmm! Mulder: Was?! Langly: Hier ist Langly *sokleinwerddassfastdurchtelefonleitungpasst*. Mulder: Was?! Langly: Wir haben ein Problem! Mulder: Warum jetzt!? Langly: Tut mir leid!!! Mulder: Gehe ich recht in der Annahmen, dass ihr nicht deshalb nicht einfach rueberkommt, weil ihr ploetzlich besonders diskret seid, sondern, weil ihr wohl nicht hier im Hotel seid. Langly: Treffer! Mulder: Das hier ist kein Quiz! Koenntest du nicht zur Sache kommen! Und fass dich kurz! Dana,... nein, jetzt... hoer auf! Das ist Langly. Scully: (im Hintergrund) Ah! Mit waeren sonst auch nur zwei andere Moeglichkeiten eingefallen. Mulder: Was ist jetzt? Langly: Wie gesagt, wir haben ein Problem. Sagen dir kleine Raeume mit Gittern vor den Fenstern was? Mulder: Jetzt sagt mir nicht, dass ihr im Knast sitzt... Langly: Doch... Aber das ist eine lange Geschichte... Mulder: Hast du getrunken? Langly: Ein wenig vielleicht... AEhm, bestuende vielleicht die Moeglichkeit, dass ihr uns hier abholt? Mulder: *knurr* Na, wir koennen euch ja schlecht da sitzen lassen. Bis nachher! (zu Scully, im Hintergrund durchs Telefon hoerbar) Ich fuerchte, wir muessen das hier auf spaeter verschieben. Wir muessen unsere drei "Freunde" aus dem Knast befreien... Tut mir echt leid... (Er legt auf.) Spaeter im Auto... Scully: Lass mich raten; es hat was mit zwei C-Atomen und 'ner OH-Gruppe zu tun. Mulder: Du sagst es. Da es dunkel ist fuehlt sich Mulder zumindest bei seinem UEbern-Parkplatz- huepfen nicht beobachtet und so klappt es diesmal besser und Mulder und Scully erreichen nach nur zweimaligem Autoabkacken die Bullerei. Sie gehen rein und versuchen dem Wachmann klarzumachen was sie wollen, aber da ihr deutsch und das englisch des Wachmanns nicht das beste ist, dauert das Ganze eine Weile. Schliesslich haben sie mit vereinten Kraeften und ihren FBI- Ausweisen, auch wenn sie inoffiziell da sind und hier keine Rechtsgewalt haben, geschafft. Sie werden zu den Lone Gunmen durchgelassen. Byers: Sie halten uns hier nur fest, um ihre Ausnuechterungszelle auszuprobieren und zu zeigen wie wichtig sie sind. *wiederinsichzusammensack* Langly: Holt uns hier raus, bitte... Frohike schlaeft. Scully und Mulder drehen sich seufzend um, um ihre Belaberungs- und Deutschkenntnisse an den Sesselfurzern auszuprobieren. Mulder: Haetten Sie vielleicht die Freundlichkeit diese drei "Herren" rauszulassen? SF: Das geht nicht! Mulder: Und warum nicht? SF: Sie werden wegen Sachbeschaedigung und Ruhestoerung hier festgehalten. Die Ausnuechterungszelle ist nur eine UEbergangsloesung... Mulder guckt die drei strafend an. Mulder: Euch kann man auch nicht mal einen Abend alleine lassen... (zum SF) Hoeren Sie, auch wenn die nicht so aussehen, das sind Spezialisten. Wir wurden von einer wichtigen Person aus diesem Land um unsere Hilfe gebeten - und wenn Sie uns jetzt behindern, dann koennte das ernste Konsequenzen fuer Sie haben. Haben wir uns verstanden? SF: Hoeren Sie, wollen Sie mich etwa bedrohen? Das ist Beamtenbeleidigung... Scully greift ein... Scully: Ich kenne mich mit den deutschen Gesetzen nicht aus, aber da Sie fuer Ihre sogenannte "Sachbeschaedigung" keine Zeugen haben, soviel ich weiss; und die Ruhestoerung alleine wohl kaum ausreicht um eine Anklage zu rechtfertigen, ist das, was Sie hier tun, Freiheitsberaubung! Mulder starrt sie an, weil sie das Ganze in fliessendem deutsch von sich gegeben hat. Scully: (leise zu Mulder) Ich habe in Quantico mal 'nen Kurs "Fremdsprachen Spezialgebiet Recht" gemacht. Ich kann keinen Comic lesen, aber sowas erzaehlen kann ich schon. Der Sesselfurzer ist sichtlich ueberrascht. SF: Nunja, da Sie offensichtlich eine Menge davon verstehen, kann ich Ihnen nichts vormachen... (Pause)... Nun nehmen Sie die drei Stoerenfriede schon mit! Die nerven!!! Die Wache schliesst die Zelle auf und die Lone Gunmen gehen erleichtert raus und verlassen zusammen mit Mulder und Scully das Revier. Zurueck im Auto. Frohike, Langly und Byers: Danke! Scully: (leicht saeuerlich) Bitteschoen! Die Lone Gunmen sind so zu, dass sie sich nicht mal mehr ueber Mulders ploetzliche Fahrkuenste wundern koennen. Im Hotel verteilen sie die Lone Gunmen auf ihre Zimmer. Scully: Beim Ausziehen muessen wir denen ja wohl nicht helfen?! Mulder: Wenn sie's alleine nicht schaffen, sollen sie verdammt noch mal in ihren Klamotten schlafen! Er tritt wuetend gegen seine Tuer die er grad aufschliesst um seine Aggressionen loszuwerden. Scully legt ihm beruhigend die Hand auf die Schultern (sie muss sich fast schon recken um dranzukommen). Scully: Sollen wir jetzt da weitermachen, wo wir vorhin unterbrochen wurden? Mulder: *begeistertguck* Oh ja!!! Mulder legt den Arm um sie und zieht sie in sein Zimmer. Keyser und Verbal haben schon in ihrem gemuetlichen Waschbecken geschlafen, werden aber wieder wach, weil im Badezimmer noch mal das Licht angeht als Mulder noch was holen muss. Keyser: Was hat der denn jetzt noch vor? Verbal: Ich glaube die brauchen dem Zimmermaedchen weniger Trinkgeld zu geben, die brauchen ja wohl Scullys Bett morgen nicht zu machen. Keyser: Ach Unsinn! Verbal: Wetten? Keyser: Worum denn? Hier drin haben wir doch nix! Das Licht geht wieder aus und wir erfahren nicht ob Verbal seine Wette gewonnen hat, oder nicht... Am naechsten Morgen, man trifft sich zum Fruehstueck im Speisesaal, versuchen Mulder und Scully nicht sauer auf die anderen drei zu sein wegen letzter Nacht - obwohl sie letztendlich sogar total gut drauf sind. Die Lone Gunmen bemuehen sich ebenfalls, das Gespraech nicht auf den Vorfall von gestern zu lenken. Mulder: Wo treffen wir uns denn heute mit diesem Schroeder? Da die Lone Gunmen offenbar noch etwas neben sich stehen, beantwortet Scully diese Frage. Scully: Er hat uns ins Bundeskanzleramt bestellt. Er will in seinem Buero mit uns reden. Da erden wir ja dann sehen ob er ein bisschen hysterisch ist oder ob er eins von deinen... gruenen Maennchen untergeschoben gekriegt hat! Mulder: Die sind grau - nicht gruen! *sauertu* Aber das tut jetzt nix zur Sache! *smile* Ich glaub unsere Freunde hier sind heute nicht so gut drauf wie wir... Die drei werfen ihm giftige Blicke zu. Mulder: Was denn? Vertragt ihr keinen Spass mehr? Byers: Nicht so frueh am Morgen... Wann, sagtest du, treffen wir Schroeder? Mulder: Um 11 am. Wir haben also noch ein bisschen Zeit. Frohike: Ich geh solang wieder ins Bett! Er steht auf und geht. Byers und Langly folgen ihm wortlos. Mulder: Ich wecke euch! Das schwoer ich! Und wenn's fuer euch noch so... unpassend kommt! Mulder sieht Scully von der Seite an. Mulder: War das gemein? *fiesgrins* Scully nickt. Mulder: War das zu gemein? *grins* Scully schuettelt den Kopf. Mulder: Gut! Um 11 am sind die drei bewussten Herren so weit, dass man sie einem Bundeskanzler zeigen kann. Der Sicherheitskerl an der Pforte ist zwar etwas verwundert als er von ganz oben den Befehl kriegt, diese Komiker durchzulassen. Aber Herr Schroeder ist ziemlich erleichtert, dass die Enttarnung seines Aussenministers seiner Meinung nach kurz bevor steht. Schroeder: Ah, meine Dame, meine Herren, ich freue mich, dass Sie gekommen sind. Hatten Sie eine angenehme Nacht? Mulder: (mit einem strafenden Blick zu den Lone Gunmen) Vortrefflich. *fluesternd* Jedenfalls fast! (wieder lauter zum Kanzler) Jetzt erzaehlen Sie uns doch mal bitte genau, wie Sie sich das jetzt vorstellen, wie wir vorgehen sollen. Wir koennen ja nicht einfach zu diesem Fischer gehen und ihn darauf ansprechen... Scully: Vielleicht koennten Sie uns ja mal einige zusaetzliche Informationen ueber Herrn Fischer geben und uns von einigen weiteren Verdachtsmomenten berichten. Sie koennen das ganze ja nicht nur auf Krawattentragen zurueckfuehren. Schroeder: Aber das mit den Krawatten ist wirklich ein Phaenomen, dass nicht zu erklaeren ist. Das passt absolut nicht zum Image der Gruenen - Die sind doch so total biomaessig eingestellt... Byers: Was mich viel mehr interessieren wuerde, ist, ob Sie den Namen Dexter Browning schon mal gehoert haben... Schroeder: Dexter Browning? Mal ueberlegen... bekannt kommt mir der Name schon irgendwie vor... das muesste...aeh... mir faellt das jetzt grad nicht ein... Byers: Na super... Schroeder: Ich kann versuchen Ihnen, auch wenn Sie hier keinen offiziellen Auftrag haben, die Moeglichkeit zu verschaffen, Fischers Buero zu durchsuchen. Ich moechte Sie allerdings bitten, das ganze so anzulegen, dass er das moeglichst nicht merkt. Ich kann Ihnen dafuer zwar zur Not eine rechtliche Grundlage schaffen, aber das muss ja nicht unbedingt sein. Langly: Vielleicht finden wir da ja was, was uns irgendwas ueber sein moegliches Doppelleben sagt. Schroeder: Er ist grade auf Antrittsreise und soviel ich weiss ist seine Sekretaerin auch nicht da. Die Gelegenheit ist also heute guenstig! Soll ich Ihnen einen Schluessel besorgen? Frohike, Byers und Langly grinsen. Mulder: Wir kommen da auch so rein. Keine Sorge! Und er wird's nicht merken. Sagen Sie uns nur wo sein Buero ist. Nachdem Schroeder ihnen erklaert hat wo sie hinmuessen, verlassen die fuenf sein Buero, und Schroeder wundert sich, was fuer komische Leute in den Staaten beim FBI arbeiten. Im Auto auf dem Weg zu Fischers Buero: Scully: Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihm der Name Dexter Browning schon einiges sagt. Mulder: Der hat so uebertrieben vergesslich gewirkt. Verdaechtig! Denn Alzheimer hat er wahrscheinlich nicht. Sie kommen an seinem Buero an und kommen auch ohne grosse Probleme bis zu seiner Buerotuer durch. Langly: Darf ich die eintreten? Mulder: Erinnerst du dich noch an das Gespraech von eben mit Schroeder? Wir sollen diese Angelegenheit moeglichst so erledigen, dass Fischer es nicht mitkriegt! Mulder holt also seinen Dietrich raus und knackt das Schloss. Mulder: So, drin waeren wir. Ich schlage vor, Scully, du nimmst dir den Schrank da vor, Langly, du nimmst das Regal da vorne, Frohike, du nimmst das andere Regal, ich nehme den Schreibtisch, und Byers, du stellst dich vor die Tuer und passt auf, dass uns hier keiner ueberrascht. Sie machen sich also daran, das Buero zu untersuchen und finden dabei so einige merkwuerdige Dinge, die man normalerweise nicht im Buero eines Aussenministers finden sollte: das ein oder andere Porno, jede Menge UEberraschungseier usw. Doch nichts, was auf einen Austausch hinweisen koennte. Bis ploetzlich... Mulder: Was ist das denn? Er holt etwas aus einer Schublade des Schreibtisches raus. Mulder: Das sieht aus wie diese merkwuerdige gruene Fluessigkeit aus diesen Hybrid-Tanks... Scully: Aber was soll er hier damit wollen? Mulder: Gute Frage... Vielleicht ist er auch so einer wie damals Emily... nur, dass er nicht krank geworden ist, oder eben durch dieses gruene Zeug davor bewahrt wurde, oder mit anderen Worten, er braucht dieses gruene etwas um zu ueberleben... Scully: Und wenn das dieses sogenannte Alienblut ist? Mach das Ding ja nicht auf! Wir nehmen das mit; ich untersuch das mit Schutzvorkehrungen und dann bringen wir das heute abend sofort wieder zurueck. (Die haben natuerlich ihre gesamt Ausruestung mit nach Deutschland genommen. Scully den ganzen medizinischen Laborkrempel, und die Lone Gunmen ihrem Computer-technik Kram.) Frohike zaubert einen Mini-Schlepptop aus seiner Tasche, Langly liefert das Verbindungskabel und faengt an Fischers Computer anzuzapfen. Langly: Ich kopier mal einfach alles, was der da so drauf hat. Das gucken wir uns dann im Hotel an. Dann sind wir hier schnell wieder draussen. Waehrend Langly anfaengt auf der Tastatur rumzuhacken, wuerde sich dem geneigten Akte-X-Gucker jetzt folgendes Bild bieten: Langly haemmert auf der Tastatur rum, Byers steht an den Tuerrahmen gelehnt, da er ja aufpassen soll, dass keiner kommt, wirkt aber nicht so ganz bei der Sache, da er immer noch, in Gedanken an den vergangenen Abend, Schwierigkeiten hat, das Gleichgewicht zu halten. Frohike erklaert, dass er noch nach versteckten Geheim-Notizen suchen will und faengt an sich intensiv mit den Pornos des Herrn Aussenministers zu beschaeftigen, in denen er offenbar diese Geheim-Notizen vermutet. Scully betrachtet intensiv Fischers liebevoll sortierte, katalogisierte und in Glasvitrinen ausgestellte leere Joghurtbechersammlung. Scully: (vor sich hin murmelnd) Der gruene Punkt! Mmh! Waehrend Mulder auf dem Boden sitzt und begeistert einen ferngesteuerten Spielzeugkram bedient, mit dem man die 100.000 Radiergummis, die sich auf Fischers Schreibtisch rumtreiben, von einer Aufbewahrungsbox in die andere Schaufeln kann. Langly: So fertig! Der muss sich entweder sehr sicher sein, oder auf diesem Ding ist gar nix interessantes drauf. Das ist ueberhaupt nicht gesichert! Er packt seinen Klein-Computer zusammen. Sie wollen grade abhauen, da zeigt Scully auf einen Tisch in der Ecke, auf dem ein Aschenbecher steht. Scully: Na, wenn das nicht interessant ist! Sie sehen sich die Kippen genauer an. Wie nicht anders zu erwarten alles Morley. Mulder: Ich glaub, die Wahrscheinlichkeit, dass Fischer Morleys raucht ist ziemlich gering! Scully: Ich denke auch. Ich doch wirklich immer wieder ueberraschend, mit wem man so alles gemeinsame Bekannte hat. Auf dem Rueckweg zum Hotel, um ihre Funde zu analysieren, fahren sie noch an der Bonner Stadtbibliothek vorbei und schlagen im Brockhaus unter Fischer nach, da Schroeder ihnen immer noch keine naeheren Informationen gegeben hat. Sie werden in Band 7 EX-FRT fuendig: Fischer, Joseph ("Joschka"), Politiker (Die Gruenen), * Gerabronn (Kr. Schwaebisch Hall) 12.04.1948; nahm 1968-75 als Mitgl. Der Gruppe "Revolutionaerer Kampf" an militanten Aktionen (z.B. Hausbesetzungen) teil, wandte sich dann der Umweltschutzbewegung zu und wurde 1980 Mitgl. Der Partei "Die Gruenen". 1983-85 war er MdB. Als erster Gruener im Ministeramt (Hess. Min. fuer Umwelt und Energie, 1985-87) forderte er den Aufbau einer "Recyclingwirtschaft"; F. ist ein Wortfuehrer des realpolit. Fluegels der Gruenen. Band 7 ist von 1988, also nicht mehr ganz so aktuell, weshalb sich in Bd. 18, erschienen 1992, ein Nachtrag befindet, welcher da lautet: Seit dem 05.04.1991 stellv. Min Praes. und Minister fuer Umwelt und Bundesangelegenheiten in Hessen. Wie wir wissen ist das inzwischen auch nicht mehr der letzte Stand der Dinge. Jetzt isser Aussenminister und wird von zwei FBI-Leuten und ihren drei Helfern wegen des Verdachts des Ausserirdischseins unter die Lupe genommen. Nachdem sie das alles ueber ihren Freund Fischer herausgefunden haben, beschliessen sie weiter zum Hotel zu fahren. Diesmal faehrt Mulder wieder, dessen Fahrkuenste sich schon wesentlich verbessert haben. Im Hotel angekommen, treffen sie sich bei Langly im Zimmer um ihre Funde genauer unter die Lupe zu nehmen. Zuerst durchforsten sie die Dateien, die sie von Fischer Festplatte kopiert haben. Erstaunlicherweise sind diese in keinster Weise verschluesselt oder durch Passwoerter geschuetzt. Langly: Der muss ja ein unheimliches Vertrauen in seine Mitarbeiter haben... Mulder: Und in das Sicherheitspersonal, das allerdings scheinbar offensichtlich unbegruendet ist. Frohike: Was ist das denn hier fuer eine Datei? Das sieht ja aus wie 'ne Gehaltsliste... Scully: Wir sollten die Namen da mal alle Checken. Mulder: (zu den Lone Gunmen) Tja Jungs, dann packt mal euren Krempel aus und macht euch ran! (deutet auf die Pakete, Taschen und Kaesten, in denen der ganze Computerkram verpackt ist.) Die Lone Gunmen machen sich ran, waehrend Scully sich in ihr Badezimmer begibt, und anfaengt das gruene Zeugs zu analysieren. Natuerlich verbraucht sie dabei so wenig wie moeglich, damit das nachher nicht auffaellt. Sie kommt zu folgendem Ergebnis: Es ist nicht das Alienblut, da es nicht giftig ist. Es befinden sich allerdings kleine Mikroorganismen darin, die Scully bisher noch nie irgendwo gesehen hat und die nach kurzer Zeit an der Luft draufgehen. Die Traegerfuessigkeit besteht chemisch gesehen nur aus Wasser. Der gruene Farbstoff besteht offenbar aus irgendwas, das sich chemisch nicht nachweisen laesst. Sie geht rueber zu Mulder, der gerade seine Fische fuettert und ihnen das Wasser erneuert, und erzaehlt ihm von ihren ueberwaeltigenden Entdeckungen. Verbal: Da! Jetzt kriegst du dienen Beweis, dass die was miteinander haben! Keyser: Das glaub ich nicht! Und Keyser hat recht, da Scully wirklich nur mit Mulder reden will. Mulder: Soll das heissen, dass diese Mikroorganismen mit der Zusammensetzung der Luft hier nicht zurechtkommen? Dass sie vielleicht nicht von diesem Planeten stammen? Scully: Mulder, nicht alles, was an der Luft hier eingeht, stammt nicht von diesem Planeten! Mulder: Was koennte es sonst sein? Scully: Ich habe keine Ahnung! Mulder: Schon mal darueber nachgedacht, dass es evtl. eine Art Indikator fuer den Grad der Luftverschmutzung sein koennte? Daher vielleicht auch die gruene Faerbung der Fluessigkeit; ein Geheimprojekt der Gruenen... Sie gehen zurueck in Langlys Zimmer, das sich mittlerweile in ein High-Tech- Buero verwandelt hat. Mulder: Na, schon irgendwas rausgefunden? Byers: Wenn du meinst in Bezug auf die Namen: Nein! Langly: Die Namen lauten z.B. Paul Mueller, Peter Mayer, Hans Schmidt... Byers: So heisst aber offenbar leider halb Deutschland! Langly: Frohike hat aber auf der Festplatte noch was anderes gefunden, was (zwar nicht im Zusammenhang mit diesem Fall) aber sonst ganz interessant ist. *ginsundaufFrohikezeigderineckeamcomputersitzundfastindembildschirm- kriechaufdemblondefraumitwenigan* Mulder ist sofort vollauf begeistert und stuerzt zu Frohike. Scully bedenkt ihn mit einem Immer-diese-Maenner-Blick. Langly: Scheinbar gibt es hier drei Leute mit aehnlichen Interessen. Frohike giftet Mulder mit einem Ey-das-hab-ich-gefunden-geh-gefaelligst-zu- deiner-Scully-Gesicht an, sagt aber nichts. Mulder bemerkt diesen Blick allerdings und zieht sich wieder zurueck - er will erneuten Streitigkeiten genau so gut aus dem Wege gehen, wie Frohike. Er geht zu Langly, Byers und Scully zurueck. Mulder: Aber es muss doch irgendwas geben, das wir gebrauchen koennen. Habt ihr auch nichts ueber irgendwelche biologischen Experimente gefunden? Byers: Der Hauptteil war... naja, eigentlich alles ausser dieser Gehaltsliste... war... naja, solche Bilder brauchen reichlich Speicherplatz! Scully ist damit beschaeftigt Mulder strafende Blicke zuzuwerfen, die sich wohl auf sein Interesse an gewissen Bildern zurueckfuehren lassen, diesem ist das schon irgendwie unangenehm, auch wenn er das nicht zu zeigen versucht. Mulder: Mit anderen Worten haben wir durch diese Durchsuchung nichts weiter erreicht, bis auf diese komischen Mikroorganismen, die uns auch nicht weiterbringen. Die werden wir wohl nach Washington zur weiteren Untersuchung schicken muessen. Meinst du, das geht auch, obwohl wir inoffiziell hier sind? Scully: Ich denke schon. Da schuldet mir ein gewisser Jemand noch einen Gefallen. Mulder sieht sie fragend mit einem Verschwiegst-du-mir-etwa-was-Blick an. Scully geht da zur Strafe nicht drauf ein, obwohl sie ihn da an sich beruhigen koennte. Scully: Wo wir jetzt weitermachen koennten ist, wuerd ich sagen, dass wir Schroeder noch mal genauer fragen, wie er uns die Diskette hat zukommen lassen und warum er uns auf diese seltsame Weise zu dem Treffen bestellt hat. Vielleicht erfahren wir dann auch noch was ueber Dexter Browning. Zumindest wissen wir, dank diesem gruenen Zeugs, das wir uebrigens noch zurueckbringen muessen, dass mit diesem Fischer wirklich irgend etwas komisch ist. Was aber nicht notgedrungen was mit Ausserirdischen zu tun haben muss! Mulder: Ich wage zu bezweifeln, dass wir so einfach was von Schroeder ueber Dexter Browning erfahren werden; der hat beim letzten Mal schon so geheimnisvoll getan... Ploetzlich hoert man komische Geraeusche aus der Ecke wo Frohike sitzt. Die vier drehen sich um und entdecken einen Frohike, der sich bemueht nicht laut loszulachen was aber nicht so ganz funktioniert. Daraufhin kommen sie naeher um zu gucken was da so komisches auf dem Bildschirm ist. Sie entdecken eine Fotomontage, auf der der unbekleidete Koerper einer attraktiven Frau zu sehen ist, auf den der Kopf von Rita Suessmuth gesetzt worden ist... Frohike: Oh Mann! Sehen alle deutsche Politikerinnen, mal abgesehen vom Kopf, so aus!? *luester* Mulder: Das ist 'ne Fotomontage. Bist du blind, oder was? Scully: *knurr* Na, du kennst dich ja mit solchen Bildern aus. Mulder: *sichaufzungebeissenkoenntweilwiedernichtgedachtbevorgeredet* Ich bin dafuer, dass wir (nickt zu Scully) das gruene Zeug zurueckbringen und ihr diesen Maschinenpark mal wieder einpackt, sonst wundert sich das Zimmermaedchen wohl etwas! Byers: Koennen wir nicht das do-not-disturb-Schild draussen haengen lassen? Ich hab keine Lust das hier jedesmal neu aufzubauen! Langly: Das hier ist mein Zimmer! Kannst du mir mal erzaehlen, wo ich dann schlafen soll vor lauter Computern? Frohike: (leiht saeuerlich) Ich weiss'n Zimmer, dass vermutlich eh meist frei ist! Mulder und Scully gehen nicht darauf ein, sondern machen sich mit dem gruenen Zeug auf den Weg zu Fischers Buero. Mulder schafft's wieder ohne allzu grosse Schwierigkeiten die Tuer aufzufriemeln. Waehrend er die gruene Fluessigkeit so zu plazieren versucht, wie sie vorher lag, steht Scully, noch immer schweigend, am Fenster. Mulder: *ueberdiesenzustandnichtbesondersgluecklichsei* Dana... das mit diesen Fotos... tut mir leid... ich mein; bisher war da nie jemand, der sich ueberhaupt dafuer interessiert hat, was ich... ich hab einfach nicht dran gedacht, dass ich dich dadurch... Tut mir echt leid! Scully: *sichzuihmumdreh* Mulder: *sieindenarmnehm* Scully: *anihnlehn* Der Typ im Washington ist uebrigens nur ein Freund von mir. Wir helfen uns gegenseitig bei irgendwelchen Untersuchungen. Aber das ist es auch schon. *zumulderhochguck* Falls dich das interessiert. Mulder: Ja, tut es! *Scullyzusichziehundkussgeb* Letzteres dauert etwas laenger und lenkt sie nun verstaendlicherweise beide ziemlich von ihrer Umgebung ab, so dass sie nicht merken, dass ein uns wohlbekannter in eine Rauchwolke gehuellter Herr das Buero betreten hat und sie interessiert beobachtet. Raucher: Dass ich Sie hier in Bonn finden wuerde, war mir schon vor einiger Zeit mitgeteilt worden, aber seit wann sich die Situation in dieser Hinsicht *gemeinlaechel* geaendert hat, wuerde mich dann doch interessieren! Mulder: *Scullyarmumschulterleg* Scully: Seit Seite 15! Mulder nickt bestaetigend. Scully und Mulder verschwinden so schnell wie moeglich aus Fischers Buero und aus der Reichweite von Cancerman, waehrend der Raucher etwas irritiert guckt. Er setzt sich an Fischers Schreibtisch und zuendet sich eine neue Kippe an. Raucher: *lautdenk* Wirklich sehr interessante Entwicklung! *gemeinlaechel* "Seite 15"!? *Verstaendnisloskopfschuettel* Soll das etwa eine Art Code sein? Wie meinen die das nur?... Waehrend der Krebskandidat noch weiter darueber philosophiert, was wohl "Seite 15" zu bedeuten hat, fluechten Mulder und Scully aus der Naehe des Bueros. Mulder: Wie hat der denn schon wieder so schnell rausgekriegt, was wir machen? Diesmal sind wir schliesslich auch noch inoffiziell unterwegs... wenn wir offiziell hier waeren, koennte ich mir das ja noch vorstellen, aber wer weiss denn ueberhaupt, dass wir hier sind? Das ist doch nur 'ne Hand voll Leuten. Scully: Genau. Wir beide, Langly, Frohike und Byers, und Herr Schroeder. Hab ich wen vergessen? Mulder: Ich glaub nicht. Also waere rein theoretisch Schroeder der einzige, der etwas haette durchsickern lassen koennen... Ich wittere da eine Verschwoerung gegen uns... Scully: Mulder, reagierst du da nicht etwas zu voreilig? Der wird auch seine eigenen Quellen haben... Mulder: Aber Scully, ueberleg doch mal... Was waere, wenn wir hierher gelockt wurden, damit wir nicht mitkriegen, was in den Staaten gerade passiert? Wenn Dexter Browning nur ein Lockvogel fuer uns war?! Und Schroeder hier fuer uns den Hampelmann spielt um uns abzulenken?! Der steckt doch mit dem unter einer Decke! Scully: Aber dann wuessten wir immer noch nicht, wer uns den Umschlag mit der Diskette auf den Schreibtisch gelegt hat! Mulder: Das duerfte fuer den Krebskandidaten wohl kein Problem sein, jemanden zu finden, der das schafft. Mittlerweile sind sie wieder am Auto angelangt und Mulder faehrt sie zurueck zum Hotel. Mulder: Und diese beschissenen Schaltwagen gehoeren auch zu der Verschwoerung - um uns zu schikanieren! *mitseitenblickaufscully* War'n Scherz! *smile* Er beugt sich versoehnlich zu ihr rueber und kuesst sie kurz. Am Hotel angekommen gehen sie in Mulders Zimmer, das die Lone Gunmen nun in ein High- Tech-Labor verwandelt haben. Langly: Wir sind davon ausgegangen, dass ihr... aeh... du... dieses Zimmer nicht unbedingt brauchst... Mulder ringt sich ein Laecheln ab. Mulder: Na toll! Koennt ihr dann vielleicht irgendwie rauskriegen, ob in Washington irgendwas merkwuerdiges vor sich geht? Byers: Wieder 'ne neue Verschwoerungstheorie, was? Mulder: Vielleicht. Also? Langly: Kein Problem! Er setzt sich an einen PC und hackt sich mal eben in den FBI-Zentralcomputer... Langly: So, da waeren wir... Viel Erfolg! Scully setzt sich an den Computer und faengt an irgendwas zu suchen, was Mulders Theorie, dass man sie nur aus Washington weglocken wollte bestaetigt, waehrend Mulder anfaengt seine Klamotten zwischen Elektrokabeln und Tastaturen rauszuklauben und in Scullys Zimmer rueber zu verfrachten. Mulder: (Frohikes Blick bemerkend) Egal, was du jetzt sagen willst; ihr habt mein Zimmer okkupiert, das ist nicht meine Schuld! Frohike: Du waerst doch sowieso frueher oder spaeter da rueber gesiedelt! Erzaehl mir nix! Mulder: na und; was geht dich das an!? Du hast... *warnendenblickvonscullyzu- geworfenkriegunddeshalbwortlosimbadezimmerverschwindumseinefischezuholen* Verbal: (waehrend sie im Einmachglas in Scullys Waschbecken umgesiedelt werden) Na was hab ich dir gesagt!? *Mitrechterflosseaufmuldermitelektrokram- bedecktesbettdeut* Da kann der heut Nacht nicht schlafen! Keyser: Das koennen die doch bis heute abend wieder freiraeumen! Verbal: Das glaubst du doch selbst nicht! Du kennst doch den Verein! Scully kramt sich durch saemtliche FBI-Dateien, findet aber nichts was ihnen weiterhelfen koennte. Joschka Fischer joeckelt immer noch in der Weltgeschichte rum (bzw. der, der Joschka Fischer sein will) und Monika Lewinsky gibt immer noch Interviews. Sonst hat sich nicht viel getan. Mulder: Scheisse! Wir muessen doch irgendwie weiterkommen koennen! Und woher unser rauchender Freund schon wieder weiss, dass wir hier sind beunruhigt mich auch einigermassen! Scully: Ich denk immer noch, dass Schroeder mehr weiss, als er sagt! Mulder: (nickt) und genau das wird ich jetzt aus ihm rausholen! Er verschwindet, bevor irgendwer was sagen kann. Byers: Ihm ist doch hoffentlich klar, dass der Mann Bundeskanzler ist und vermutlich einiges an Leibwaechtern hat!? Scully: Das hoffe ich auch! Byers: Dass ihm das klar ist, oder dass Schroeder Leibwaechter hat? Scully: Beides! Sonst ist nachher entweder Schroeder oder Fox... aeh Mulder platt. Wie ich ihn kenne! Mulder dient auf dem Weg zum Bundeskanzleramt mal wieder allen Fahrschuelern als schlechtes Beispiel zum Thema aggressives Fahrverhalten. Der Sicherheitsfritze am Eingang laesst ihn wieder durch, nachdem er oben bei Schroeder angerufen hat, da dieser ja nicht ahnt, was ihm bevorsteht. Mulder stuerzt in sein Buero und schnappt ihn am Kragen. Mulder: Und jetzt werden Sie mir erklaeren, wer Dexter Browning ist, und warum Sie uns wirklich engagiert haben! Und das ganze etwas zuegig! Schroeder: Ich weiss gar nicht... Mulder: Natuerlich wissen Sie! Und wenn nicht, hilft Ihnen das hier vielleicht sich zu erinnern! *Ballermannunterdienasehalt* Schroeder: Ahh! Nicht schiessen! Mulder: Reden Sie! Schroeder: Ja, ja! *Panikkrieg* Dexter Browning kam zu mir! Ich hatte ihn vorher noch nie gesehen! Er hat mich darauf aufmerksam gemacht, wie Fischer sich veraendert hat und er hat mir eine etwas wirre Geschichte von Aliens und einer Verschwoerung erzaehlt. Aber er hat gesagt, ich duerfte das niemandem erzaehlen, sonst waere sein Leben in Gefahr! Mulder: Da hatte er offenbar recht! Irgendwer scheint es doch erfahren zu haben und er ist fast in die Luft geflogen! Schroeder: Deshalb hat er mir ja auch gesagt, ich duerfte niemandem sagen, dass er mir das gesagt hat! Mulder: Hatte mich auch schon gewundert, dass Sie da selbst drauf gekommen waren! Schroeder: Bitte was? Mulder: Ach nichts! Schroeder: Jedenfalls hat er mir gesagt, dass ich mich an Sie wenden soll, Sie waeren da Spezialisten! Mulder: Was hat er denn von dieser Verschwoerung und den Aliens noch gesagt? Schroeder: War irgendwie alles etwas durcheinander, ich hab das irgendwie alles nicht so ganz verstanden! Mulder: Hab ich nicht anders erwartet! Schroeder: Bitte was? Mulder: Ach nichts! Schroeder: Irgendwie wirkte er, als wuesste er mehr als er mir erzaehlt hat! Ich glaub, er war da irgendwie drin verwickelt und wollte aber nichts mehr damit zu tun haben! Mulder: (nachdenklich) Und weil er sich nicht getraut hat, selbst zu uns zu kommen, weil er Angst hatte, dass irgendwer erfaehrt, dass er was verraten hat, hat er sich an Sie gewandt und gehofft, dass Scully und ich den Rest dann selbst rausfinden! Schroeder: Ich kann Ihnen nicht ganz folgen! Mulder: Hab ich nicht anders erwartet! Schroeder: Bitte was? Mulder: Ach nichts! Wo haben Sie eigentlich die Diskette hergehabt? Schroeder: Das hat alles Dexter Browning gemacht, der hat die auch auf Ihren Schreibtisch gelegt. Ich sollte nur zu dem Treffen kommen. Koennen Sie jetzt vielleicht die Pistole wegtun, ich hab Ihnen wirklich alles gesagt, was ich weiss! Mulder: Oh ja! Tschuldigung! Vielen Dank! Ich geh jetzt! Wen Ihnen noch was einfaellt, rufen Sie mich an. Mulder verlaesst nachdenklich Schroeders Buero. Mulder: *denk* Hmmm... Dexter Browning... dieser Typ wird ja immer geheimnisvoller! Ob das vielleicht ein Aussteiger aus dem Syndikat ist?... Hmmm... Waehrend Mulder so in Gedanken versunken Richtung Ausgang wandert, kommt ihm auf dem Gang eine dunkle Gestalt entgegen, die er zuerst gar nicht wahrnimmt. Doch als ihm der Morley-Zigarettenqualm in die Nase steigt, wird ihm bewusst, wer das eben war. Er dreht sich hastig um und sieht den Raucher gerade noch im Aufzug verschwinden. Er hastet hinter ihm her, ist aber gezwungen, die Treppe zu nehmen. Es ist ihm sofort klar, zu wem Cancerman will, doch ueber den Grund steht er noch ziemlich im dunkeln. Fuer Mulder gibt es eigentlich nur zwei Moeglichkeiten: entweder, er steckt mit Schroeder zusammen unter einer Decke, oder Schroeder schwebt in hoechster Lebensgefahr. Und da Schroeder eben wirklich ehrlich gewirkt hatte - ausserdem hat er sich vor Angst fast in die Hosen gemacht - glaubt Mulder eher an die zweite Variante. Er hechtet also die Stufen zu Schroeders Buero hoch - er hatte schon vergessen, wie hoch das lag - und kommt ganz ausser Atem oben an. Er stuermt weiter zum Buero und sieht die Tuer gerade noch zufallen. Mulder kommt an der Tuer an und horcht kurz, denn die Moeglichkeit, dass die beiden gemeinsame Sache machen, besteht ja schliesslich immer noch. Doch als er die Stimme des Rauchers " Sie wissen zu viel! Jetzt sind Sie dran!" sagen hoert, stuermt er mit seiner Waffe im Anschlag das Buero. Cancerman haelt dem in seinem Buerosessel sitzenden und vor Angst zitternden Schroeder eine Knarre mit Schalldaempfer an der Kopf. Mulder: Waffe runter, Freundchen! Raucher: Agent Mulder! Was fuer eine UEberraschung! Ich dachte, Sie haetten mich uebersehen! Mulder: Das hab ich auch, doch ich hab Sie gerochen. Und jetzt nehmen Sie die Waffe runter! Schroeder: Sie kennen diesen Irren? Mulder: Wir sind sozusagen alte Bekannte. Zum letzten Mal: Waffe runter! Raucher: Sie wollen doch nicht im Ernst auf mich schiessen? So dumm koennen selbst Sie nicht sein. Innerhalb weniger Sekunden wuerde es hier von Sicherheitspersonal nur so wimmeln, und wie wollen Sie sich dann rechtfertigen? Sie sind hier nicht in den Staaten. Mulder: Aber Sie koennen doch nicht einfach den Bundeskanzler umbringen... Raucher: Und ob ich das kann! Agent Mulder, ich habe Praesidenten sterben sehen! Meinen Sie, da haette ich bei einem *abfaelligertonfall* Bundeskanzler Skrupel? Schroeder: Hey... Mulder & Raucher: Halten Sie den Mund! Die beiden gucken sich verwundert an und Mulder guckt noch verwunderter, als er von hinten niedergeschlagen wird. Raucher: Krycek! Immer im richtigen Augenblick! Schroeder seufzt und laesst nun endgueltig alle Hoffnung fahren. Raucher: Und nun zu Ihnen. Er dreht sich wieder zu Schroeder um. Raucher: Irgendwelche dramatischen letzte Worte? Schroeder: Nunja, ich... Raucher: Das reicht! Schroeder: Aber... Cancerman drueckt ab... BLACKOUT!!! Derweil im Hotel... Nachdem Mulder "sein" Zimmer verlassen hat, wendet Scully sich wieder dem Computer zu, Frohike den Bildern von Fischers Festplatte, Langly irgendeinem anderem technischen Schnickschnack und Byers beobachtet vom Fenster aus das Treiben auf der Rheinpromenade. Scully ueberprueft zwischendurch mal, ob sie vielleicht eine E-Mail bekommen haben und wird ueberrascht: da ist tatsaechlich eine umfangreiche Mail angekommen und der Absender ist Dexter Browning!!! Sie will sie gerade oeffnen, als... Byers: Hey, kommt mal aller her! Da ist ^ne Schiesserei im Gange! Als FBI-Agentin empfindet Scully es als ihre Pflicht sich die Sache genauer anzusehen und geht zum Fenster um genau dies zu tun. Sie entdeckt eine Gruppe von bewaffneten Leuten, die sich gegenseitig bedrohen. Im Gegensatz zu Byers' Behauptung hat zum Glueck noch niemand geschossen. Scully: Scheisse! Ich muss da runter! Ruft von euch einer die Polente!? (sie rennt raus) Und denkt daran: 110 nicht 911!!! Und weg ist sie. Byers setzt den Notruf ab und die drei gehen ebenfalls runter. Scully ist schon draussen und versucht die Sache zu managen. Scully: Legt die Waffen weg! FBI! Die Gruppe dreht sich in Richtung Scully. So ca. 10 wirklich miese Typen. Als sie das Persoenchen mit der Waffe im Anschlag erblicken, fangen sie lauthals an zu lachen und vergessen ganz, dass sie sich eigentlich bekaempfen wollen. Einer: FBI!? *prust* Anderer: *groehl* Scully kommt sich ziemlich laecherlich vor und ist froh, als sie die Polizei kommen hoert. Die hat die ganze Sache ziemlich schnell im Griff, da die Typen viel zu sehr damit beschaeftigt sind, sich ueber Scully lustig zu machen. Langly nimmt die niedergeschlagene Scully in den Arm... Langly: Machen Sie sich nix draus! So sind die Deutschen nunmal! Und nachdem Scully ihre Aussage gemacht hat, gehen sie zurueck ins Hotelzimmer, wo Scully nun endlich die E-Mail von Dexter Browning lesen will. Doch... Scully: Was zum Teufel...? Byers: Was ist denn? Scully: Die E-Mail ist weg! Einfach geloescht! Frohike: Die anderen Dateien auch! Langly: Die Diskette ist auch verschwunden! Scully: Mist! Jemand muss hier gewesen sein, als wir unten waren, und die Beweise vernichtet haben! In Schroeders Buero... Waere Schroeder nicht ohnmaechtig geworden, haette er mitgekriegt, wie die Kanone vom Raucher einen harmlosen Klick von sich gegeben hat. Denn dieser wollte ihn lediglich einschuechtern und nicht gleich umbringen. Nach einer ganzen Weile kommt er wieder zu sich und findet den immer noch bewusstlosen Mulder auf seinem Fussboden liegen. Krycek muss wohl etwas fester zugeschlagen haben... Schroeder: Mein Gott! Was fuer ein Irrer. Er ist immer noch voellig fertig, bringt es aber doch noch zustande nachzusehen, ob Mulder noch lebt, was gluecklicherweise der Fall ist. Zufaellig kommt Mulder gerade in diesem Moment wieder zu sich. Mulder: (sich den Kopf haltend) Oh Mann! Wie ich das hasse! (etwas benommen) Haben Sie vielleicht einen Eisbeutel? (verwirrt) Wieso leben Sie denn noch? Schroeder: Ich weiss auch nicht. Ich bin wohl nur vor Angst in Ohnmacht gefallen. Wenn ich gewusst haette, dass Bundeskanzler sein so gefaehrlich ist *anfangzujammern* Haette ich das nie gemacht, ausserdem will ich meinen echten Koalitionspartner wiederhaben und ich hab Durst und Hunger und ich muss auf's Klo! Ich hab keine Lust mehr; ich will nach Hause! Waeh!!! Obwohl Mulder selbst noch der Kopf droehnt ist ihm aufgefallen, dass dieses Verhalten selbst fuer Schroeder (den Mulder, wie dem geneigten Leser schon aufgefallen ist, fuer nicht allzu helle haelt) etwas ungewoehnlich ist und kommt somit zu dem Schluss, dass Schroeder sich wohl beim Umkippen irgendwo den Kopf gestossen haben muss. Mulder beschliesst allerdings, dass er schon genug damit zu tun hat Joschka Fischer (den echten) wiederzufinden und sich nicht noch um 'nen durchgeknallten Kanzler kuemmern kann. Er beauftragt also Schroeders Sekretaerin sich um ihren angeschlagenen Chef zu kuemmern, und er selbst macht sich auf den Weg zurueck zum Hotel, um den anderen von seinen neuen Erkenntnissen zu berichten. Dort findet er die vier anderen vor, die alle ziemlich sauer auf sich selbst sind, weil ihnen dieser dumme Fehler unterlaufen ist. Sie erzaehlen sich gegenseitig, was passiert ist. Mulder ist irrsinnig froh wieder da zu sein, besonders als er neben Scully auf einem freien Eckchen seines ehemaligen Bettes sitzt und seinen immer noch droehnenden Schaedel an ihre Schulter lehnen kann, waehrend sie ihm mit einem nassen Handtuch sein Krycek-Souvenier kuehlt. Frohike: Diese Schiesserei war bestimmt inszeniert, um uns hier rauszulocken! Ich wette mit euch! Diese Bloedmaenner da draussen haben von irgendwem ^n paar Scheinchen auf die Hand gekriegt, damit sie da draussen die Schau abziehen! Byers: Und wir Idioten fallen drauf rein! Mulder: Wir muessen auf jeden Fall irgendwie Dexter Browning warnen. Wer immer die E-Mail jetzt hat, weiss definitiv, dass er was verraten wollte. Und nach dem einen Mordanschlag duerfte ein zweiter ja wohl kein Problem sein! Scully: Wir muessen auch zu ihm Kontakt aufnehmen, damit wir die Informationen, die er uns geben wollte, doch noch irgendwie erhalten. Mulder: Du sagst es! Habt ihr denn schon mal ueberprueft, ob die Dateien vollstaendig geloescht wurden? Denn viel Zeit hatte derjenige, der hier war, ja schliesslich nicht; und vielleicht hat er oder sie in der Eile was uebersehen... Langly: Na, schlimm kann Krycek dich ja nicht erwischt haben! Das haben wir doch tatsaechlich noch nicht gemacht. Er haemmert ein wenig auf der Tastatur rum. Und macht dann ein ueberraschtes Gesicht. Langly: Mulder, du bist ein Genie! Da ist tatsaechlich noch ein Fetzen von der E-Mail vorhanden... Mulder: Und was steht drin? Langly: Naja, es ist nur noch der Header uebrig geblieben. Aber da steht auch der Absender drin! Mulder: Dann koennen wir wenigstens versuchen mit Browning Verbindung aufzunehmen... Scully, wuerdest du ihm bitte eine Mail schreiben und ihm erzaehlen, was passiert ist!? Ich geh mal gucken, ob ich nicht irgendwo noch was kaelteres als Wasser fuer meinen Kopf finde... Mulder verlaesst den Raum und Scully macht sich an die Arbeit. Die Lone Gunmen stehen ziemlich unnuetz und ueberfluessig in der Gegend rum. Doch kurz darauf kommt Mulder in den Raum zurueckgestuerzt. Mulder: Mir ist grad noch was eingefallen: Derjenige, der hier war, muss ja was mit der ganzen Sache zu tun gehabt haben... Vielleicht steht der ja auf der Gehaltsliste mit drauf! Langly, guck doch mal nach... (er bemerkt Langlys Dich-hats-wohl-doch-schwerer-getroffen-als-ich-gedacht-hab-Blick) *mitderhandvordenkopfschlagundgleichdaraufschmerzverzerrtesgesichtmach* Autsch! Ach Scheisse! Das geht ja nicht mehr... Oder ist von der Liste vielleicht noch was uebergeblieben? Langly: Nein, leider nicht. Da sind nur noch ein paar Namen, an die ich mich noch nicht erinnern kann, wie sie mir ungewoehnlich vorkamen... Mulder: Und die waeren? Langly: Warte mal... Ich glaub, das waren Laabs, Broll, Baetza, Folgner und dann noch ein ganz komischer, der haengt da bestimmt ganz tief mit drin, der hiess Zickel, aber der kommt nicht hier aus Bonn... Scully ist mittlerweile mit dem Absetzen der Mail fertig... Scully: So, das waere erledigt...! Mulder: Laabs, Broll, Baetza, Folgner und Zickel! Und etliche Mueller, Mayer, Schmidts. Aha! Da wir von diesen Pannemaennern nichts ausser den Namen haben und es auch von diesen Namen sicher reichlich gibt, koennen wir hier wohl vorlaeufig nicht weitermachen. Frohike: Und wo dann? Scully: Hier zum Beispiel. Sie zeigt auf den Bildschirm, auf dem gerade die Antwort von Dexter Browning auf ihre E-Mail kommt, die ihnen jetzt zur Abwechslung wirklich etwas weiterhilft: Auf Grund der unguenstigen Entwicklungen, treffen Sie mich heute Abend im Wald neben der Uniklinik. Mulder: Der Kerl hat einen gewissen Hang zur Ungenauigkeit! Scully: Das kann man wohl sagen. Ein Wald ist gross und ein Abend ist lang! Der lange Abend kommt und sie haben sich in dem wirklich etwas weitlaeufigen Wald verteilt um die Chance, dass zumindest einer Dexter Browning trifft etwas zu erhoehen. Da sie auch nicht ganz definieren koennen, was Abend heisst, laufen sie ungefaehr drei Stunden in der Kaelte rum, da Dexter Browning Abend offenbar als 10.30 p.m. definiert, dass ist naemlich der Zeitpunkt, als Mulder hinter sich ein "Mr. Mulder?" hoert. Mulder dreht sich um und vor ihm steht ein ziemlich unauffaellig aussehender Typ. Mulder: Dexter Browning? Browning: Im Moment schon! Mulder: Bitte was? Browning: Ich erklaer Ihnen das sobald Sie Ihre Partnerin und Ihre wie auch immer Mitarbeiter hergerufen haben. Dann brauch ich nicht alles doppelt zu erzaehlen! Mulder tut das und fuenf Minuten spaeter stehen fuenf erwartungsvoll guckende Personen um ihn rum. Mulder: Na dann mal los! Wir hoeren... Browning: Klingt jetzt wahrscheinlich etwas unglaeubig! Scully: *aufmulderzeig* Er glaubt alles! Browning: Ja, also... Ich war zeitweise Joschka Fischer! Scully: Zeitweise? Browning: Von '75-'92! Frohike: Sie haben aber nicht besondere AEhnlichkeit mit ihm. Browning: Jetzt schon! Er verwandelt sich in Joschka Fischer. Alle (sogar Mulder) sind etwas geplaettet. Als er wieder Luft kriegt: Mulder: Koennten Sie das mal genauer erklaeren?! Browning: Was koennte fuer ein geheimes Verschwoerungssyndikat gefaehrlicher sein, als wenn eine Gruppe aus der Bevoelkerung ploetzlich anfaengt mitzudenken und sich gegen das Staatssystem zu wenden? Antwort: Gar nichts! Wie bei Ihnen in den USA kam dieses Problem in Deutschland, genau wie in allen anderen Industrie-Nationen primaer der 60er Jahre auf! Byers: Stdentenproteste, Protest gegen Vietnamkrieg... usw. Browning: Genau. In Deutschland nannte sich das ganze APO (Ausserparlamentarische Opposition). Der Anfuehrer dieser Bewegung, Rudi Dutschke, wurde 1968 auf offener Strasse angeschossen und starb spaeter an den Nachwirkungen. Byers: Von einem einsamen Schuetzen? Browning: *gemeinlaechel* Sie sagen es! Damit war die Sache an sich erledigt. Das ganze verlief waehrend der 70er Jahre mehr oder weniger im Sande. Es gab nur wenige, die trotzdem weitergemacht haben. Einer der fuehrenden Kraefte war Fischer. Da man ja nicht schon wieder jemanden erschiessen konnte, liess man ihn verschwinden! Mulder: Wohin?! Browning: Ich glaube, das koennen Sie sich denken! *Mulderschluck* Jedenfalls uebernahm ich seinen Platz, natuerlich etwas gemaessigter! Langly: Na das kann man wohl sagen, wenn ein Anarchist ploetzlich 'ne Partei gruendet! Browning: In letzter Zeit hatte ich allerdings genug davon. Ich wusste nicht, was die wirklich vorhatten. Ich weiss es auch jetzt noch nicht, aber dass sie nicht gutes im Schilde fuehren, wurde mir langsam klar. Deshalb bin ich vor ein paar Jahren bei Nacht und Nebel verschwunden und bin als Dexter Browning in den USA untergetaucht und die haben 'nen neuen Fischer aus dem AErmel gezaubert und der ist jetzt Aussenminister. Scully: Sie wollen also sagen, dass der offizielle Aussenminister, denn das ist ja immer noch der echte Joschka Fischer, der Bundesrepublik Deutschland ein nicht Verfassungskonformer Anarchist ist!? Falls das der Fall ist, koennen die ja nur hoffen, dass wir ihn nicht finden! Sonst koennen die ihren Koalitionsvertrag sicher noch mal intensiv ueberarbeiten. Browning: Sie sagen es! (er blickt sich verwirrt suchend um) Was war das? Mulder: Was? Browning: Haben Sie das nicht gehoert? Mulder: Nein! Was denn? Browning: Da war was! Da hinten! Hoeren Sie, ich glaub wir werden beobachtet! Ich muss verschwinden! Wenn die mich finden bin ich erledigt! Mulder: Halt! Warten Sie! Doch es ist zu spaet - Dexter Browning ist im Gebuesch hinter ihm verschwunden. Mulder versucht noch ihn wieder einzuholen, doch es ist hoffnungslos... Dexter Browning ist verschwunden. Mulder: Was machen wir denn jetzt? Er sieht die anderen fragend an. Doch bevor irgend jemand was sagen kann, hoeren sie einen schrillen Schrei, der wohl eindeutig von Browning stammt. Mulder sprintet los - in die Richtung aus der der Schrei gekommen war. Scully blickt die anderen an, zuckt mit den Achseln und rennt hinter Mulder her. Es dauert nicht lange, bis sie ihn eingeholt hat, denn er steht nicht weit entfernt ueber einen leblosen Koerper gebeugt, der sich gerade in gruenen Schaum aufloest. Mulder: Scheisse! Er waere die einzige Moeglichkeit gewesen einen Zeugen fuer diese Sache zu finden! Scully: Fuer diese Sache? Du glaubst diese Geschichte doch nicht etwas wirklich?! Mulder: Wie erklaerst du dir denn sonst das da! Er zeigt auf die gruene Pfuetze. Scully: Dafuer gibt es sicher eine Erklaerung! Mulder: Scully, die Geschichte von Dexter Browning oder Joschka Fischer oder wem auch immer erklaert doch wie Veraend... Langly: Mulder! Da hinten! Sie sehen eine Gestalt in der Dunkelheit verschwinden. Mulder stuerzt hinter der Gestalt her, er kommt an der Strasse an, sieht aber nur noch ein Auto in der Entfernung anfahren. Mulder: Verdammt! *fluchvorsichhin* Er geht zu Scully und den Lone Gunmen zurueck. Mulder. Das waere unsere letzte Chance gewesen diese Sache zu beweisen! Scully: Mulder! Was denn beweisen!? Die Geschichte, die wir gerade gehoert haben, kann doch gar nicht stimmen! Mulder: Das erklaert aber doch die Veraenderungen von Joschka Fischer! Scully: Das ist 30 Jahre her! Keiner von den Alt-68ern ist heute noch so radikal wie damals! Die Gruenen sind doch zum grossen Teil aus dieser Protestbewegung entstanden! Und Joschka Fischer war halt einer von denen, die das Ganze als Partei organisiert haben! Mulder: Selbst dann bleibt immer noch diese gruene Pfuetze! Er guckt auf den Boden, wo das gruene Zeug allerdings langsam fast voellig versickert ist. Mulder: Scully, die schaffen es schon wieder alle Beweise zu vernichten! Scully: Mulder! *genervtertonfall* Das, was du da "Beweise" nennst, ist doch garantiert nur eine chemische Reaktion, die inszeniert worden ist, damit du wieder glauben kannst, dass es sowas wie "Ausserirdische" gibt... Mulder: *verzweifeltdiearmehochwerf* Scully, du verstehst mich nicht... *bedroeppeltmithaengendemkopfwegtrott* ...keiner versteht mich... Byers leise zu Langly: Oweia. Jetzt wird er wieder deprimiert... Langly ebenso leise zu Byers: Hoffentlich unternimmt Scully bald was, sonst kann man wieder Ewigkeiten nichts mit ihm anfangen. Und genau das macht Scully jetzt auch... Scully: Fox! Nun geh doch nicht gleich wieder... ich weiss ja, wie wichtig das fuer dich ist, aber nun ueberleg doch mal... Sie holt ihn ein, haelt ihn fest und zieht ihn zu sich runter. Sie fluestert ihm etwas ins Ohr, das man allerdings nicht verstehen kann. Aber was auch immer es war, Mulder grinst einmal und lacht dann tatsaechlich, obwohl er eigentlich ja gar nichts zu lachen hat... Mulder und Scully gehen zurueck zum Auto. Die Lone Gunmen gucken sich gegenseitig an. Langly: Hey, wartet auf uns! Sie fahren also zurueck ins Hotel zu einer abschliessenden Besprechung... Sie hocken also mal wieder in Mulders Ex-Zimmer. Byers: Das einzige, was wir haben sind nichts als 'N paar aeusserst haeufige Namen, deren Verbindung zu der ganzen Sache wahrscheinlich auch bald nicht mehr nachzuweisen sein wird und 'ne Probe von irgendwelchen Mikroorganismen, von denen wir wahrscheinlich auch nie rauskriegen werden, was das fuer'n Zeug ist. Mulder: Nach dem was Dexter Browning angedeutet hat... Wir muessen Joschka Fischer finden, ich denke, dann finden wir auch meine Schwester... Langly: Wir koennen ihn nicht finden, Mulder! Wir koennen nichts mehr tun! Mulder ist natuerlich total am Boden, weil der Raucher und Konsorten schon wieder gewonnen haben, wie immer, und alle beweise zerstoert sind, wie immer. Die Lone Gunmen ziehen sich dezent zurueck. Scully: Wo immer deine Schwester auch ist. Auf die Art finden wir sie nicht! Verbal und Keyser lauschen natuerlich wieder um endlich zu klaeren, was denn nun Sache ist. Keyser: Joschka Fischer in der 68er Version und Mulders Schwester gemeinsam entfuehrt. Toll! Wenn die die wiederfinden, singt die wahrscheinlich nur noch die Internationale! Verbal: Wahrscheinlich! Mulder ist immer noch total mies drauf, so dass Scully sich dazu verpflichtet fuehlt - eigentlich hat sie aber auch grad Lust dazu - ihn zu troesten. Also nimmt sie ihn in den Arm und zieht ihn an sich. Mulder: Scully... ich glaube... das bringt uns jetzt auch nicht unbedingt weiter... *Scullyeinwenigvonsichwegschieb* Scully guckt erst entsetzt, dann enttaeuscht und schliesslich traurig. Diesen Anblick kann Mulder natuerlich nicht ertragen... Mulder: Dana... so war das nicht gemeint... *zurueckansichzieh*... ich bin im Moment etwas daneben... Scully: Ich versteh schon... Sie kuesst ihn zaertlich... Was nun weiter in diesem Hotelzimmer vor sich geht, ist der Phantasie des Lesers ueberlassen, doch durch das Fenster sieht man auf dem Dach des gegenueberliegenden Hauses eine Kameralinse aufblinken... Mit anderen Worten hat jemand dokumentiert, was in dem besagten Hotelzimmer vor sich geht. Und diese Bilder bekommt - wie sollte es anders sein - natuerlich jemand in die Haende, der damit gar nichts gutes im Schilde fuehrt... Szenenwechsel: Besagte Fotos liegen auf einem Tisch um den sich die allseitsbekannte Verschwoererrunde versammelt hat. Raucher: Ich sagte Ihnen doch, sehr interessante Entwicklung. ENDE